Der TagAutorin im Prozess gegen Trump: "Er hat gelogen"
Zum Auftakt eines zweiten Verleumdungsprozesses gegen Donald Trump hat die Schriftstellerin E. Jean Carroll den ehemaligen US-Präsidenten als Lügner bezeichnet und Schadenersatz gefordert. "Ich bin hier, weil Donald Trump mich vergewaltigt hat, und als ich darüber schrieb, sagte er, es sei nie passiert", erklärte Carroll am Mittwoch vor Gericht in Manhattan. "Er hat gelogen, und das hat meinen Ruf ruiniert."
Es handelt sich um Carrols zweite Klage gegen Trump. Der heute 77-jährige Republikaner wurde im Mai bereits wegen sexueller Nötigung verurteilt. Die Autorin hatte ihm vorgeworfen, sie Ende 1995 oder Anfang 1996 in einem New Yorker Luxuskaufhaus in einer Umkleidekabine vergewaltigt zu haben. 2019 ging die Schriftstellerin unter dem Eindruck von Berichten über sexuelle Übergriffe des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Trump bezeichnete die Anschuldigungen im Juni 2019 - als er noch Präsident war - unter anderem als Schwindel und Lüge. Sie reichte daraufhin im November 2019 eine zweite Klage wegen Verleumdung ein.