Der TagBVB-Angeklagter bestreitet "gezieltes Attentat"
Mit drei Bomben greift Sergej W. im vergangen April den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund an, um sich über eine Wette am Kapitalmarkt zu bereichern - so lautet der Vorwurf der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Vor dem Dortmunder Landgericht schwieg der 28-Jährige zum Prozessauftakt lieber und ließ stattdessen seinen Anwalt die Vorwürfe zurückweisen.
Verteidiger Carl W. Heydenreich erklärte nach dem ersten Verhandlungstag, dass von einem "gezielten Attentat" keine Rede sein könne. "Es liegt doch nahe, dass der Bus gar nicht getroffen werden sollte", sagte er. Schließlich seien nur zwei von Hunderten Metallstiften in das Fahrzeug eingedrungen.
Damit wollte der Anwalt ausdrücklich nicht zum Ausdruck bringen, dass sein Mandant die Bomben gezündet habe.
In der Verhandlung hatte Heydenreich vorher schon angeregt, Oberstaatsanwalt Carsten Dombert wegen Befangenheit von der Sitzung abzuziehen. Dieser sei voreingenommen und habe eine "beispiellose Verleumdungskampagne" gegen den Angeklagten geführt.