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Der TagBaerbock: Israel hält immer wieder Zusagen nicht ein

11.11.2024, 17:44 Uhr

Außenministerin Annalena Baerbock hat Israel aufgefordert, alle Grenzübergänge für Hilfslieferungen zu öffnen. "Noch nie in den letzten 12 Monaten kam so wenig Hilfe in den Gazastreifen wie jetzt", kritisierte sie. Israel habe diesbezüglich immer wieder Zusagen gemacht, die dann aber "nicht eingehalten wurden". Die USA fordern Medienberichten zufolge unter anderem, dass Israel mindestens 350 Lastwagen pro Tag durch alle vier Grenzübergänge in den Gazastreifen lasse und dass ein fünfter Übergang geöffnet wird. Ein Großteil der mehr als zwei Millionen Menschen in Gaza litten an "akuter Mangelernährung, lebt in unvorstellbaren Zuständen", erklärte Baerbock weiter. An keinem Ort der Welt gebe es auf so kleinem Raum so viele Kinder mit Amputationen. "Weite Teile Gazas sind ein absolutes Trümmerfeld", so die Ministerin.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als einem Jahr haben die USA Israel mit Militärhilfe in Milliardenhöhe unterstützt. Mit Ablauf einer von den USA am 13. Oktober gesetzten 30-tägigen Frist, binnen derer Israel die humanitäre Lage im Gazastreifen verbessern sollte, drohen dem jüdischen Staat jedoch Einschränkungen dieser Unterstützung. "In dieser Woche werden wir entscheiden, welche Fortschritte sie (Israel) gemacht haben", sagte Präsident Joe Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan im Sender CBS. Dann werde man über eine entsprechende Reaktion entscheiden.

Quelle: ntv.de