Der Tag

Der TagBaerbock will China in die Pflicht nehmen

17.11.2022, 13:27 Uhr

Auf der Weltklimakonferenz COP27 in Scharm el Scheich beugen sich die Delegierten über Eckpunkte für die Abschlusserklärung. Zu den weiter ungeklärten Punkten zählt auch die Forderung armer Staaten nach Ausgleichszahlungen für ihre erlittenen Schäden, etwa nach Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen, die wegen der Erderhitzung stärker und häufiger werden. Ob dafür ein neuer Geldtopf eingerichtet wird, ist bislang unklar. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sieht in diesem Zusammenhang insbesondere China in der Pflicht. Künftig müsse sich das Land an Ausgleichszahlungen für Klimaschäden beteiligt, falls es nicht selbst radikal die eigenen Emissionen verringere, sagte Baerbock im Interview mit RTL/ntv.

"Unser Reichtum, der fossile Reichtum, ist auch gebaut auf den Klimaschäden, die wir heute erleben", so Baerbock. Nun gebe es Volkswirtschaften wie China, die sich weiterentwickelt haben und aufgrund ihrer hohen Zahl der Bewohner zu den größten Umweltverschmutzern gehörten. Für die Schäden der Zukunft und der Vergangenheit aufzukommen, sei eine Frage von Gerechtigkeit. "Aber China muss dann auch für die Schäden der Zukunft mit aufkommen, wenn sie nicht bereit sind, ihre eigenen Emissionen in Zukunft radikal herunterzubringen", sagte Baerbock.

Quelle: ntv.de