Der TagBanaszak stichelt gegen Merz: Nicht zuerst an eigene Lebensplanung denken
Wenn man eines Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU nicht vorwerfen kann, dann das Kanzleramt nicht genug gewollt zu haben - trotz einiger Rückschläge auf dem Weg dorthin. Da ist es wohl fast klar, dass der 70-Jährige noch gern weiter im Amt bleiben will. Beim Aschermittwoch in Trier sagte der CDU-Chef gestern: Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen." Danach sagte er noch an Gordon Schnieder, den CDU-Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz, gerichtet, in etwa fünf Jahren wieder dort stehen zu wollen, "du als Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler". Grünen-Chef Felix Banaszak sieht das nicht ganz so rosig alles wie vielleicht die beiden CDU-Männer: Für den Grünen-Chef setzt Merz falsche Prioritäten. Deutschland habe jemanden an der Spitze verdient, "der oder die beherzt die nötigen Reformen anpackt und nicht zuerst an seine eigene Lebensplanung, sondern an die zu erledigenden Aufgaben denkt", sagte Banaszak der Deutschen Presse-Agentur. "Ich freue mich, dass Friedrich Merz selbst noch Lust auf sich als Kanzler hat. Vielleicht gelingt ihm ja in den nächsten Jahren noch, den ein oder anderen für diese Idee zu begeistern", merkte der Grünen-Vorsitzende an.