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Der TagBaubranche atmet auf - Genehmigungen gehen durch die Decke

18.05.2026, 11:51 Uhr

Trotz erster Belastungen durch den Iran-Krieg ist der deutsche Wohnungsbau im Aufwind. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im ersten Quartal um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 63.500 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die künftige Bauaktivität.

Experten befürchten aber, dass die Dynamik nachlassen könnte: "Allerdings ist damit zu rechnen, dass der anhaltende Konflikt im Mittleren Osten dem sich erholenden Wohnungsbau einen spürbaren Dämpfer verpassen wird", sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. Die gestiegenen Kraftstoffpreise und damit die höhere Inflation könnten zu höheren Zinsen führen, die den Wohnungsbau weniger bezahlbar machten. "Der Anstieg der Baugenehmigungen in Richtung Sommer dürfte deshalb zunächst gedämpfter ausfallen", erwartet Dullien.

Der krisengeplagte Wohnungsbau hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt.

Quelle: ntv.de