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Der TagBayern gibt Raubkunst-Gemälde zurück

02.09.2025, 09:49 Uhr

Vier Gemälde sind als NS-Raubkunst identifiziert worden. Bayern übergibt diese Bilder aus dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nun an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer. Das sind zum Beispiel die Erben der ehemaligen Münchner Kunsthandlung Brüder Lion, die 1936 unter den Nationalsozialisten zwangsweise schließen musste. Sie sollen die Gemälde "Lot und seine Töchter" sowie "Abraham bewirtet die drei Engel" von Franz Sigrist dem Älteren erhalten.

"Mit der Rückgabe dieser vier Werke können wir das grausame Unrecht an den Eigentümern nicht heilen. Aber wir können damit den Versuch der Wiedergutmachung in Richtung der Opfer unternehmen und ein Zeichen setzen: Wir arbeiten intensiv an der Aufarbeitung des NS-Unrechts - seit diesem Frühjahr mit mehr Tempo, mehr Transparenz und mehr Ergebnissen", sagt Bayerns Kunstminister Markus Blume. Bayerns Rückgabepolitik wird schon länger kritisiert. Die Prüfung solcher Fälle sei schleppend und intransparent, hieß es etwa.

Quelle: ntv.de