Der TagBeckenbauer spricht: "Ja, wo samma denn?"
Ist ihnen schon einmal aufgefallen, was Boulevardmedien machen, wenn sie einen tollen Interviewpartner hatten, der aber nichts Spannendes gesagt hat? Sie schreiben dann oft drüber: "Jetzt spricht xy", um zu kaschieren, dass es eigentlich langweilig ist. Im Fall von Franz Beckenbauer und der DFB-Affäre ist allerdings schon alleine diese Botschaft eine kleine Sensation. Denn der "Kaiser" hat sich seit Wochen dazu nicht mehr eingelassen. "Jetzt spricht er" - allerdings in der "Süddeutschen Zeitung" und nicht in der "Bild"-Zeitung. Was hat er gesagt?
Beckenbauer geht die DFB-Interimspräsidenten Rauball und Koch hart an: Sie hätten via TV ein von ihm angebotenes persönliches Gespräch abgelehnt: "Was ist denn das für ein Niveau?", poltert die "Lichtgestalt des deutschen Fußballs.
Er macht zudem öffentlich, einen bis dato vertraulichen Brief an die beiden geschrieben zu haben, in dem er ein solches Gespräch vorschlägt: "Mir war immer wichtig, miteinander und nicht übereinander zu sprechen. Deshalb biete ich Euch ein persönliches Gespräch an, zu dem ich jederzeit kurzfristig nach Frankfurt oder wohin auch immer reisen kann."
"Wenn man sich so lange kennt, und dann kommt keine Reaktion, und du bekommst alles nur im Fernsehen mitgeteilt: Ja, wo samma denn?" Auf die Frage, ob er dem DFB noch einmal für Auskünfte zur Verfügung stehe, erklärte Beckenbauer: "Wann und wie, das entscheide ich in aller Ruhe und nach Rücksprache mit meinen Anwälten." Er habe ja jetzt der Süddeutschen Zeitung "Rede und Antwort" gestanden.
Hier finden Sie noch einmal genauer, was Beckenbauer gesagt hat.