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Der TagBelarus: Tichanowskaja will mit Lukaschenko-Führung verhandeln

18.03.2021, 14:02 Uhr
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Die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja will neben Straßenprotesten auf Verhandlungen setzen. (Foto: picture alliance/dpa)

Rund sieben Monate nach der als gefälscht geltenden Präsidentenwahl in Belarus will Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja Verhandlungen mit dem autoritären Machtapparat. Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform können Belarussen ab sofort für solche Gespräche stimmen, wie Tichanowskaja sagte. Der Rückhalt für Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko bröckele mittlerweile auch in den eigenen Reihen, erklärte die ins EU-Land Litauen geflüchtete 38-Jährige. Es sei nun an der Zeit, unter internationaler Vermittlung friedliche Lösungen gemeinsam mit denjenigen Regime-Vertretern zu finden, "die bereit sind, an die Zukunft zu denken und reife Entscheidungen zu treffen". Solche Verhandlungen sollten Straßenproteste im Frühjahr allerdings nicht ersetzen, sondern ergänzen, betonte Tichanowskaja. Das langfristige Ziel der belarussischen Opposition sind Neuwahlen.

Quelle: ntv.de