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Der TagBericht: Besserverdiener sollen höhere Krankenkassen-Beiträge zahlen

16.04.2026, 18:55 Uhr

Gesundheitsministerin Nina Warken will Besserverdiener offenbar stärker an den Kosten der gesetzlichen Krankenkassen beteiligen. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll die Beitragsbemessungsgrenze im kommenden Jahr einmalig um 300 Euro steigen - zusätzlich zur regulären Anpassung. Dadurch müssten höhere Einkommen auf einen größeren Teil ihres Gehalts Beiträge zahlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer würden die Mehrkosten jeweils zur Hälfte tragen.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet dem Bericht zufolge mit Mehreinnahmen von rund 2,4 Milliarden Euro. Insgesamt soll das Gesundheitssystem um 19,7 Milliarden Euro entlastet werden .Die Beitragsbemessungsgrenze liegt derzeit bei 5812,50 Euro im Monat. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei.

Laut "SZ" würde die Maßnahme für Gutverdiener eine zusätzliche Belastung von durchschnittlich 26,55 Euro im Monat bedeuten – ebenfalls in gleicher Höhe für Arbeitgeber. In der Begründung des Ministeriums heißt es, man wolle so die "Beitragsgerechtigkeit" stärken.

Quelle: ntv.de