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Der TagBericht: Epstein beriet Trump-Unterstützer Bannon

14.11.2025, 21:09 Uhr

Mit der Veröffentlichung etlicher Dokumente im Kontext der Machenschaften des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein kommen immer weitere Verbindungen des Verstorbenen mit prominenten Figuren in den USA ans Licht. Wie der "Guardian" berichtet, pflegten Epstein und der rechte Vordenker Steve Bannon im Jahr 2018 regen Kontakt. Hinter den Kulissen fungierte Epstein demnach als medienstrategischer Berater für Bannon, der zur damaligen Zeit öffentlichkeitswirksam die Politik von Donald Trump verteidigte und eigene Medienprojekte vorantreiben wollte. Textnachrichten, die an diesem Mittwoch vom Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlicht wurden, beschreiben laut dem Bericht einen sechstägigen Austausch zwischen den beiden Männern vom 17. bis 23. August. Darin sei zu lesen, wie Epstein Bannon in Bezug auf Fernsehauftritte und politische Botschaften beriet. Obwohl der Gesprächspartner Epsteins in den veröffentlichten Dokumenten unkenntlich gemacht wurde, zeige dem "Guardian" zufolge der Inhalt mit Anspielungen auf reale Ereignisse (etwa Bannons unrühmlicher Abgang aus dem Weißen Haus ein Jahr zuvor), dass es sich unstrittig um den MAGA-Influencer handelt.

Es sei nicht bekannt, ob das veröffentlichte Material aus einer längeren Konversation stamme und inwiefern sich die beiden Männer anderweitig austauschten. Bannon gab dazu bislang keine Stellungnahme ab. Die Textnachrichten vermitteln dem "Guardian" zufolge ein detailliertes Bild von Bannons Bemühungen, Trump auch ein Jahr nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus weiter zu unterstützen. Sie zeigten darüber hinaus Epsteins enge Beteiligung an der Ausarbeitung von Debattenbeiträgen etwa zu den Themen Steuersenkungen und Einwanderung.

Quelle: ntv.de