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Der TagBericht: Piloten blätterten bei Lion-Air-Absturz in Handbuch

20.03.2019, 10:30 Uhr
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Im Oktober stürzt eine Boeing 737 Max in die Javasee. 189 Menschen an Bord der Maschine der Fluggesellschaft Lion Air kommen ums Leben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun berichtet, sollen Aufzeichnungen des Stimmenrekorders im Cockpit suggerieren, dass die Piloten verzweifelt im Handbuch blätterten, um den plötzlichen Sinkflug der Boeing damals zu verstehen und umzukehren. Der Bericht beruft sich auf drei Personen, die von den Aufzeichnungen Kenntnis haben.

Demnach habe der erste Offizier zwei Minuten nach dem Start ein nicht näher benanntes "Flugsteuerungsproblem" gemeldet. Auf den Aufzeichnungen war zudem von einem Problem mit der Geschwindigkeit die Rede. Der Flugkapitän habe daraufhin seinen Co-Piloten darum gebeten, im Handbuch nach einer Lösung zu suchen. In den folgenden Minuten habe das Bordsystem die Piloten davor gewarnt, dass sich die Maschine in einem Strömungsabriss befinde. Die Nase des Fliegers wurde als Antwort darauf automatisch nach unten gedrückt. Die Piloten kämpften gegen den Sinkflug mithilfe der Checkliste im Handbuch an, doch sie konnten den Computer schlussendlich nicht überlisten.

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