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Der Tag Bericht: Skripal-Attentäter sollen in Deutschland gewesen sein

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Ruslan Boschirow (links) und Alexander Petrow sollen hinter dem Nervengift-Attentat stecken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist einer der spektakulärsten Agentenvorfälle der jüngeren Vergangenheit: Vor eineinhalb Jahren wird ein Anschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Großbritannien verübt. Die Vergiftung mit Nowitschok überleben die beiden nur knapp. Der Fall wird schnell in Verbindung mit Russland gebracht. Nun berichtet der "Spiegel", dass der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt ein eigenes Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Attentäter durchführen. In dem kürzlich eingeleiteten Verfahren mit dem Namen "Novi" hätten sich Hinweise darauf ergeben, dass sich die beiden Agenten des russischen Militärgeheimdiensts GRU in Deutschland aufgehalten hätten.

Dem Bericht zufolge hatten sich die mutmaßlichen Attentäter 2014 drei Tage lang in der Gegend um Frankfurt am Main aufgehalten. Nach "Spiegel"-Recherchen verfügte wahrscheinlich auch der mutmaßliche Kommandeur der geheimen "Einheit 29155" des GRU über Kontakte nach Deutschland. Die Einheit werde neben dem Skripal-Anschlag mit weiteren Attentaten in Verbindung gebracht. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Quelle: ntv.de