Der TagBerliner Paar fährt mit Auto an Ostseestrand - und bleibt stecken
Als Ostseekind, das in der Großstadt lebt, kann ich die Sehnsucht nach Meer verstehen. Aber trotz massiven Heimwehs würde mir eine Spritztour aus Berlin nach Rostock-Warnemünde mit anschließendem mobilen Strandbesuch derzeit nicht in den Sinn kommen. Ein Paar aus der Hauptstadt sah die gegenwärtigen Reisebeschränkungen nach Mecklenburg-Vorpommern offenbar nicht so eng. Eine 26-Jährige und ihr 29-jähriger Freund fuhren mit dem Auto nachts direkt an den Strand des Ostseeheilbads. Sie wollten wohl den Sonnenaufgang beobachten und dann möglichst unbescholten wieder verschwinden, blieben dann allerdings mit ihrem Fahrzeug im Sand stecken.
Zwei Abschleppfahrzeuge mussten am Morgen des Ostersonntags anrücken, um das Paar aus seiner misslichen Lage zu befreien. Den beiden droht angesichts ihrer Einreise in den Nordosten nun eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Außerdem hielten sie die Küstenschutzverordnung nicht ein, berichtet "Der Spiegel". Zusammen mit den Kosten für den Abschleppdienst dürfte der kurze Ausflug also ein teures Nachspiel haben.