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Der TagBiden ehrt auf den letzten Metern Trump-Widersacherin Cheney

03.01.2025, 08:12 Uhr
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Geehrt, aber nicht begnadigt: Liz Cheney mit Joe Biden. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

Eigentlich wird spekuliert, dass der scheidende US-Präsident Joe Biden die Republikanerin Liz Cheney vorsorglich begnadigen könnte - aus Sorge vor möglichen rechtlichen Schritten gegen sie während der am 20. Januar beginnenden zweiten Amtszeit Donald Trumps. Im Wahlkampf hatte der Republikaner seinen Widersachern immer wieder Rache geschworen. Liz Cheney beleidigte er als "radikale Kriegstreiberin", die selbst einmal in Gewehrläufe blicken sollte. Die 58-Jährige wiederum nannte den zukünftigen Präsidenten einen "kleinen, rachsüchtigen, grausamen, instabilen Mann".

Nun hat Cheney keine vorsorgliche Begnadigung in der Tasche, aber zumindest eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA. Die Politikerin wurde geehrt, weil sie die Interessen des amerikanischen Volks über die der Parteien stelle, hieß es bei der Zeremonie im Weißen Haus. In einer Mitteilung zur Auszeichnung wurde Cheneys Rolle im Ausschuss des Repräsentantenhauses hervorgehoben, der den Angriff von Trump-Anhängern auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 untersuchte. Cheney war stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses. Den Vorsitz hatte der Demokrat Bennie Thompson, der ebenfalls mit der "Presidential Citizens Medal" ausgezeichnet und dafür geehrt wurde, sich zeitlebens für den Schutz der Verfassung eingesetzt zu haben.

Quelle: ntv.de