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Der TagBiden im Rollstuhl? Seine Berater befürchteten das in zweiter Amtszeit

13.05.2025, 20:04 Uhr
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Joe Biden ist 82 Jahre alt. (Foto: REUTERS)

Ein Regierungschef im Rollstuhl? Ja, warum denn nicht. Schließlich braucht es für die Führung eines Landes nicht unbedingt gesunde Beine, aber sehr wohl einen funktionierenden Verstand - naja, nicht überall: Genau da unterscheiden sich die USA ja sehr von uns. In den Vereinigten Staaten ist die körperliche Verfassung von Präsidenten und denen, die in das Amt wollen, durchaus von großem Interesse in der Bevölkerung. Das versuchte auch Donald Trump im Wahlkampf gegen Joe Biden immer wieder für sich zu nutzen mit Spitznamen wie "Sleepy Biden" für den Demokraten. Besonders sein altersbedingt unsicherer Gang gab nicht nur Trump Anlass zu Spott, sondern Bidens Beraterteam vor allem wohl Grund zur Sorge: Während der Wahlkampagne im vergangenen Jahr wäre es "politisch untragbar" gewesen, wenn Biden in einem Rollstuhl gesessen hätte, schreiben CNN-Moderator Jake Tapper und Axios-Journalist Alex Thompson in einem bald erscheinenden Buch, aus dem Axios zitiert. Die beiden schreiben auch davon, dass Biden anfing Namen zu vergessen und teils orientierungslos wirkte, wenn er müde war. Unvergessen ist wohl dieser Moment: Als Biden den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit "President Putin" in einer Pressekonferenz ansprach. Nicht allzu lange danach trat Biden als Präsidentschaftskandidat zurück und überließ Kamala Harris das Feld. Genützt hat es den Demokraten bekanntlich nicht.

Quelle: ntv.de