Der TagBierbrauer sprechen von "rabenschwarzem Jahr"
Durststrecke für die Brauereien: Der Bierabsatz in Deutschland ist 2023 deutlich gesunken. Er fiel um 4,5 Prozent auf insgesamt rund 8,4 Milliarden Liter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2022 hatte es wegen der Erholung nach den ersten Corona-Jahren noch ein Wachstum von 2,7 Prozent gegeben. Damit setze sich nun wieder "der langfristige Trend sinkender Absatzzahlen fort". In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.
"2023 war ein rabenschwarzes Jahr für die deutsche Brauwirtschaft", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. "Die Konsumzurückhaltung der Verbraucher in Handel und Gastronomie schlägt auch auf die Brauereien voll durch." Die 1500 Brauereien in Deutschland stünden abermals vor einem schwierigen Jahr, auch wenn sich die Branche von der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr Impulse erhoffe. Die Inflation setze die Betriebe aber weiter unter Druck. Eichele beklagt zudem "den ruinösen Preiskampf, den große Handelskonzerne zulasten der gesamten Lebensmittelwirtschaft führen".