Der Tag"Blamabel": Grüne lesen Merz und Wadephul die Leviten
Alles Werben war umsonst: Deutschland erhält nicht den begehrten Sitz als nicht ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das erste Mal in Jahrzehnten verpasst die Bundesrepublik bei der Abstimmung in der UN-Vollversammlung die nötige Zweidrittelmehrheit der Stimmen. Für die Grünen ist klar, wer das Debakel zu verantworten hat: Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul. "Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul", erklärte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger in Berlin. Die Bundesregierung habe "viel zu wenig getan, um diese Kandidatur mit modernen Ideen zu hinterlegen".
Die Regierung Merz habe sich international zu wenig profiliert - beim Klimaschutz, beim Erhalt der regelbasierten Ordnung und bei der Entwicklungszusammenarbeit, deren Mittel stark gekürzt worden seien, kritisierte Brugger. Die Regierung habe damit "Deutschlands Ansehen und Verantwortung in der Welt verspielt". Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende fügte hinzu: "All diese Fehler und Versäumnisse schaden Deutschlands Interessen in einer unsicheren Welt."