Der TagBombenentschärfung zieht sich: Sprengmeister gibt Störern die Schuld
Für mehr als 14.000 Menschen in Osnabrück war das Wochenende ganz und gar nicht gemütlich: Sie mussten ihre Wohnungen verlassen, weil vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht werden mussten. Zumindest der Sonntagabend hätte nicht ganz so unschön sein müssen - wenn die Störer nicht gewesen wären. Mehrfach hatten Menschen die Evakuierungszone missachtet und das bedeutet für die Sprengstoffexperten dann immer: Abbruch und warten.. So habe sich die Arbeit um mehr als drei Stunden verzögert, teilt die Stadt mit. Ein Sprengmeister sagte laut Mitteilung: "Wir hätten deutlich früher fertig sein können, wenn unsere Arbeit nicht so oft unterbrochen worden wäre." Dies sei extrem ärgerlich gewesen - und habe die Arbeit an den Blindgängern deutlich gefährlicher gemacht. Vielleicht ist manchen Menschen nicht so klar: Da wurde gestern kein Tischfeuerwerk entschärft, sondern unter anderem eine 1000-Pfund-Bombe mit massiver Sprengkraft.
Ein Mann war derart uneinsichtig, dass die Polizei ihn aus dem Sperrgebiet bringen musste. Der Störer hatte zuvor in den sozialen Medien kundgetan, dass er die behördliche Anordnung missachtet. Ein anderer Mann hatte nach eigenen Angaben verschlafen. Ob nun Störenfried oder Schlafmütze - das kann teuer werden: Oberbürgermeisterin Katharina Pötter von der CDU will die Störer mit ihrem Verhalten nicht davonkommen lassen. "Wir werden die Möglichkeiten, Bußgelder zu verhängen, konsequent ausschöpfen", so Pötter.