Der TagBootsunglück vor griechischer Küste - mindestens 17 Tote

Mit dem guten Wetter wagen auch wieder mehr Menschen die lebensgefährliche Fahrt per Boot übers Mittelmeer. Vor der griechischen Küste ist es zu einem schweren Bootsunglück gekommen, bei dem mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen sind. Das teilt die Küstenwache mit. Demnach habe man 104 Menschen bislang retten können. Es sei unklar, wie viele Menschen insgesamt an Bord gewesen seien. Laut Behördenangaben dauert eine groß angelegte Suchaktion an.
Besonders tragisch: Das tödliche Unglück hätte wohl verhindert werden können. Schon gestern hätten italienische Behörden die griechischen Nachbarn über ein voll besetztes Fischerboot im griechischen Such- und Rettungsbereich informiert, hieß es von der Küstenwache weiter. Ein Frontex-Flugzeug habe das Boot daraufhin 47 Seemeilen südwestlich der Halbinsel Peloponnes lokalisiert. Sowohl die griechische Küstenwache als auch vorbeifahrende Frachter hätten den Passagieren per Funk wiederholt Hilfe angeboten, die aber abgelehnt worden sei. In den frühen Morgenstunden sei das Boot dann gekentert und schließlich gesunken. Nach Angaben Überlebender war es vom libyschen Tobruk aus in See gestochen. Am Morgen war südlich von Kreta ebenfalls ein mit Migranten besetztes Segelboot in Seenot geraten. Auch dort seien Dutzende Menschen gerettet worden, wie die Behörden mitteilen.
Update: Die Zahl der Toten ist nach Behördenangaben auf 59 gestiegen.