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Der TagBrandanschlag in Berlin: Drittes Schreiben aufgetaucht

07.01.2026, 15:40 Uhr

Nach dem zweiten angeblichen Bekennerschreiben zum Brandanschlag in Berlin, in dem eine "Vulkangruppe" Spekulationen über eine russische Beteiligung zurückweist, gibt es nun ein drittes Schreiben. Darin teilen die angeblichen Gründer der Gruppe, die das erste Mal 2011 auftauchte, mit, sie hätten mit dem Anschlag nichts zu tun. "Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben." Es sei der Gruppe um "Sichtbarkeit von Verantwortung" gegangen und nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der "permanenten Sabotage".

"Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 hat sich der Kontext grundlegend verschoben. Was zuvor als Kritik an westlicher Militärpolitik formuliert werden konnte, geriet in eine Lage, in der jede Form von Infrastrukturangriff objektiv Teil einer allgemeinen Destabilisierug wird." Man habe erkannt, dass "unsere früheren Mittel unter den geänderten Bedingungen neu gedacht werden müssen". Ob das Schreiben tatsächlich von den Gründern stammt, lässt sich nicht überprüfen. Verdächtige wurden seit 2011 nie gefasst. Das Bundesinnenministerium hält das erste aufgetauchte Bekennerschreiben für authentisch und geht von einer "linksextremistischen" Gruppe aus.

Quelle: ntv.de