Der TagBrasilien verschärft Abtreibungsregeln für vergewaltigte Frauen
Auch wenn es um zehnjährige, vergewaltige Mädchen geht: Wenn die mächtige evangelikale Kirche in Brasilien könnte, wie sie wollte, würde sie Abtreibungen verbieten. Auf ihren Druck hin hat das brasilianische Gesundheitsministerium nun nämlich die Regeln noch einmal deutlich verschärft.
Schwangerschaftsabbrüche sind nach einer Vergewaltigung in Zukunft nur dann erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder der Fötus eine schwere Fehlbildung hat.
Frauen, die nach einer Vergewaltigung abtreiben wollen, müssen sich den Embryo oder Fötus zudem vorher auf Ultraschallbildern ansehen.
Die Frauen müssen die Vergewaltigung auch der Polizei melden und sind zu einer "ausführlichen Schilderung" verpflichtet. Außerdem müssen sie darauf hingewiesen werden, dass sie mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssen, wenn sie die Vergewaltigung nicht beweisen können.
Erst im August waren in der Stadt Recife Evangelikale und Rechtsextreme auf die Straße gegangen, um eine Abtreibung bei einem zehnjährigen Mädchen zu stoppen, das von ihrem Onkel vergewaltigt worden war.