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Der TagBrasiliens Präsident Lula löst schwere diplomatische Krise aus

21.02.2024, 19:32 Uhr

Auch Tage später noch sorgen die Aussagen von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva für Ärger - vor allem mit Israel. Doch zunächst zu den USA: Die haben Lulas kontroversen Holocaust-Vergleich zurückgewiesen. US-Außenminister Antony Blinken habe Lula bei einem Treffen in der brasilianischen Hauptstadt Brasília deutlich gemacht, dass die Vereinigten Staaten "nicht einverstanden" mit dem Vergleich seien, hieß es aus US-Außenamtskreisen. Demnach führten beiden Politiker einen "offenen Austausch". Blinken habe auch den Gazastreifen angesprochen. Lula hatte das israelische Vorgehen im Gazastreifen am Sonntag mit dem Holocaust verglichen.

Auf einem Gipfel der Afrikanischen Union in Addis Abeba warf der 78-jährige Lula Israel hinsichtlich des Krieges gegen die radikalislamische Hamas einen "Genozid" im Gazastreifen vor. Dann sagte Lula: "Was im Gazastreifen mit dem palästinensischen Volk passiert, hat sich noch nie in der Geschichte abgespielt. Doch, das ist schon passiert: Als Hitler entschieden hat, die Juden zu töten." Israel erklärte Lula daraufhin zur unerwünschten Person. Gestern verschärften sich die Spannungen. Israels Außenminister Israel Katz bezeichnete Lula als "wahnhaft". Brasiliens Außenminister Mauro Vieira warf seinem Kollegen Katz daraufhin "Lügen" vor.

Quelle: ntv.de