Der TagBremer Bamf-Affäre hält Asylanträge bundesweit auf
Weil nun alle auf Bremen schauen und dort Tausende Asylentscheidungen neu überprüft werden müssen, werden sich auch bundesweit die Anträge stauen. Die Folge: Weitere Verzögerungen.
In einer veröffentlichten Antwort des Bundesinnenministeriums auf einen Fragenkatalog der Grünen-Bundestagsfraktion heißt es: "Mit der Prüfung der rund 18.000 Fälle der Außenstelle Bremen werden rund 70 Mitarbeiter für ca. drei Monate betraut sein."
Bedingt durch diesen zusätzlichen Personalaufwand bestehe das Risiko, dass der Bestand an anhängigen Verfahren im nationalen Asylverfahren von aktuell rund 50.000 Anträgen auf rund 80.000 Verfahren anwachsen könne. Das Ziel einer Bearbeitungsdauer von drei Monaten bei neuen Verfahren 2017 könne dann nicht mehr gehalten werden.
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