Der TagBrite saß fast 40 Jahre unschuldig im Gefängnis
Ein Mann saß in Großbritannien seit 38 Jahren im Gefängnis - wegen eines Mordes, den er gar nicht begangen hat. Um sich das mal vor Augen zu führen: Das war vor dem Fall des Eisernen Vorhangs und Margret Thatcher war britische Premierministerin. Keine Frage, dass das einer der schlimmsten Justizirrtümer Großbritanniens ist. Eine DNA-Probe vom Tatort stimmt nicht mit der des heute 68 Jahre alten Mannes überein. Er war in den 1980ern wegen Mordes an einer jungen Frau im englischen Bebington bei Liverpool verurteilt worden - nun allerdings hob ein Berufungsgericht die Entscheidung auf, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Der zu Unrecht Inhaftierte soll demnach schon früher versucht haben, die Verurteilung aufheben zu lassen. Die Anwältin des Mannes las ein Statement vor: "Ich bin nicht wütend, ich bin nicht verbittert", hieß es darin nach Angaben von PA. Er wolle einfach nur zu seinen Lieben und seiner Familie zurückkehren, "um das Beste aus dem zu machen, was mir von meiner Existenz" auf dieser Welt noch bleibe.
Für die Familie der ermordeten 21 Jahre alten Frau dürfte das zugleich ein schwieriger Moment sein: Der Mörder der Frau hat womöglich jetzt fast 40 Jahre sein Leben unbescholten einfach weiter gelebt. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um denjenigen zu finden, zu dem die DNA gehört, die am Tatort gefunden wurde", sagten die Ermittler dem Bericht zufolge.