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Der TagBund und Länder einigen sich auf Obergrenzen bei Neuinfektionen

06.05.2020, 12:36 Uhr

Die Bundesländer tragen weitgehend die Verantwortung für Lockerungen und Beschränkungen in der Corona-Krise. In welche Richtung es geht, soll von einer Obergrenze bei den Neuinfektionen abhängen. Darauf hätten sich Kanzlerin Merkel und die Länderchefs in einer Telefonkonferenz geeinigt, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Die Obergrenze soll demnach bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen. Infizieren sich mehr Menschen, sollen die Länder sofort neue Beschränkungen umsetzen.

Gerade bei weitreichenden Öffnungen steige wieder die Gefahr einer dynamischen Entwicklung, die schon zu Beginn der Pandemie häufig von lokalen Ereignissen ausging und dann weiterverbreitet wurde, hieß es. Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, etwa in einer Einrichtung, könne ein Beschränkungskonzept auch nur die Einrichtung umfassen.