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Der TagChina schaltet 128.000 Webseiten ab

09.01.2018, 07:08 Uhr
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Auch das chinesische Facebook-Pendant Weiboo wird zensiert. (Foto: imago stock&people)

Pornographie und Nachrichten haben in China etwas gemeinsam: beide gelten als gefährlich. 128.000 Webseiten ließ das kommunistische Regime im vergangenen Jahr sperren - wegen obszöner oder anderer schädlicher Informationen, wie es hieß. Vorgegangen wird etwa gegen Pornographie oder die unerlaubte Verbreitung von Nachrichten. 1900 Personen seien bestraft worden, meldet die staatliche Agentur Xinhua. Daran darf man zumindest ein bisschen zweifeln, da die Info direkt vom Staat kommt. Auf der Rangliste für Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" rangiert China jedenfalls auf Platz 176 von 180. Demnach darf dort über Themen wie die Selbstverbrennungen von Tibetern oder das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 nicht berichtet werden.