Der TagClinton wird zu Epstein befragt: "Habe nichts gesehen, und nichts Falsches getan"
"Ich habe nichts gesehen, und ich habe nichts Falsches getan" - das steht im Skript für Bill Clintons Eröffnungsstatement für seine Befragung zum Epstein-Skandal. Die Befragung ist nicht öffentlich. Clinton will nur einen begrenzten Kontakt mit Epstein gehabt haben. Das betont er mehrfach in dem Redeentwurf. "Obwohl meine kurze Bekanntschaft mit Epstein Jahre vor dem Bekanntwerden seiner Verbrechen endete und ich während unserer begrenzten Interaktionen nie Anzeichen dafür gesehen habe, was wirklich vor sich ging, bin ich hier, um das Wenige, das ich weiß, weiterzugeben, damit so etwas nie wieder passieren kann." Hätte er gewusst, was Epstein treibt, wäre er niemals mit dessen Flugzeug geflogen, sondern hätte ihn angezeigt, sagt Clinton. Der frühere US-Präsident ist erstmals von Kongressabgeordneten zu seiner Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Epstein angehört worden.
Präsident war Clinton von 1993 bis 2001. Bekannt ist unter anderem, dass Epstein während seiner Präsidentschaft mehrfach im Weißen Haus war und Clinton wiederholt mit Epsteins Privatflugzeug reiste. Clinton sagt bezüglich der Flüge, dies sei zu Beginn der 2000er Jahre im Zusammenhang mit der Arbeit für seine humanitäre Stiftung geschehen.
Der Ausschussvorsitzende Comer sagt, Epstein habe unter Clinton 17 Mal das Weiße Haus besucht. Clinton sei "mindestens 27 Mal" mit dem Privatjet geflogen.
In den bisher veröffentlichten Epstein-Akten taucht Clinton mehrmals auf: Auf einem Bild ist der Demokrat etwa beim Schwimmen in einem Pool mit Epsteins Mittäterin Ghislaine Maxwell zu sehen. Auf anderen Fotos sieht man ihn ohne Bezug zu den beiden. Die reine Nennung seines Namens oder seine Abbildung sind keine Hinweise auf ein Fehlverhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.