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Der TagCorona-Krise: Einfluss von Amazon bereitet Kartellamt Sorgen

20.04.2020, 06:03 Uhr

In der Corona-Krise geht es vielen Unternehmen schlecht, aber manchen auch außergewöhnlich gut. Zum Beispiel macht Amazon das Geschäft seines Lebens. Weltweit bestellen Millionen Menschen Lebensmittel und Hygieneprodukte bei dem Handelsriesen. Unternehmensgründer Jeff Bezos scheffelt Milliarden. Das macht dem Bundeskartellamt Sorgen.

  • "Ausgelöst durch die Corona-Krise erhalten wir derzeit vermehrt Beschwerden von Händlern", sagt Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Welt". Das habe das Amt zum Anlass genommen, Amazon zu einer Stellungnahme darüber aufzufordern, wie mit Lieferengpässen umgegangen werde und welche Lieferungen im Zweifel bevorzugt oder eben nachrangig behandelt würden.

  • Die Pandemie habe den Weltmarktführer in eine neue Rolle gebracht, erklärt der Ökonom und Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein der "Welt". "Auch wenn es vielen nicht gefällt und es Handelsexperten schon fast nicht auszusprechen wagen: Schon jetzt ist Amazon systemrelevant."

  • In den USA und in Frankreich wird Amazon vorgeworfen, in der Coronavirus-Krise nur mangelhaft auf die Hygiene seiner Mitarbeiter zu achten.