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Der TagDänemark gräbt Millionen getötete Nerze wieder aus

13.05.2021, 13:22 Uhr
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Auch das Erdreich unter den Nerz-Gräbern müsse abgetragen und ersetzt werden, damit der Gestank verschwindet. (Foto: dpa)

Vielleicht lesen Sie diese Meldung besser nicht, wenn Sie gerade gegessen haben. In Dänemark hat heute die Exhumierung von mehreren Millionen getöteten Nerzen begonnen. Sie waren im vergangenen Jahr gekeult worden, nachdem in den Tieren mutierte Coronavirus-Varianten entdeckt wurden. Die Kadaver waren zunächst vergraben worden, wurden aber durch Fäulnisgase teilweise wieder an die Oberfläche gebracht. Die rund vier Millionen Tiere sollen nun verbrannt werden. Die eigentlichen Arbeiten beginnen erst Ende des Monats und dauern bis Ende Juli. Weil keine der 13 beteiligten Müllverbrennungsanlagen Erfahrungen mit der Mischung aus Nerz-Kadavern, Kalk, Erde und Salz habe, begann heute eine Testphase.

Für Anwohner in den umliegenden Ortschaften ist das ganze kein Spaß: Weil die "Geruchsbelästigung" noch bis zum Ende der Ausgrabungen anhalten werde, rät die dänische Umweltbehörde von Gartenpartys ab. Auch nur die Fenster offen zu lassen oder Wäsche im Freien aufzuhängen, sei nicht empfehlenswert. Den Gestank mag man sich kaum vorstellen.

Quelle: ntv.de