Der TagDas war Montag, der 14. Juli 2025
Es gibt vermutlich wenig, was Donald Trump so sehr liebt wie Zölle und Deals, die diese festlegen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass der US-Präsident im andauernden Konflikt mit der EU weiterhin nicht ausschließt, zu einer Einigung zu kommen. Er sei offen für weitere Verhandlungen mit Brüssel und anderen Handelspartnern, bevor ab Anfang August höhere US-Zölle gelten sollen. EU-Vertreter würden für Gespräche in die USA kommen, so Trump. Der Republikaner hatte der EU am Wochenende mit pauschalen Zöllen von 30 Prozent ab August gedroht und damit das nächste Kapitel seines Lieblingsthemas geschrieben.
Angesichts des vielen Hin und Her, das es in der Frage schon gab, geht unter, wer am Ende für solche Zölle aufkommen muss, schreibt mein Kollege Jan Gänger. Es seien nämlich meistens nicht die Ausländer, sondern die Einheimischen - in dem Fall die Amerikanerinnen und Amerikaner selbst -, die zur Kasse gebeten werden. Zölle sind Abgaben auf Einfuhren. Sie werden nicht vom Hersteller im Ausland entrichtet, sondern von dem Unternehmen oder der Person, die das Produkt in das Land einführt. Welche Konsequenzen das nach sich zieht und welche Möglichkeiten Importeure haben, können Sie hier nachlesen.
Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute außerdem:
So steht es im Zollstreit: Trump eskaliert längst - die EU zaudert immer noch Von Max Borowski
Trump stellt sich mit Kurswechsel hinter Kiew - aber sieht Risiko Von Roland Peters, New York
Deutschland wieder handlungsfähig machen - Promi-Gruppe stellt Ideen vor Von Volker Petersen
Reisners Blick auf die Front: "Trump droht Putin mit dem Vorschlaghammer"
Einreise in die USA? "Keiner kann sich sicher fühlen" Von Sandra Navidi und Ulrich Reitz
Donald Trumps Missbrauch des Fußballs bedroht die WM 2026 Von David Bedürftig
Peter Jackson will ausgestorbenen Moa wiederbeleben Von Hedviga Nyarsik
Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.