Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
in ihrer Regierungserklärung mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern an, Deutschland dürfe nicht kompromissunfähig sein und zu sehr auf seinen Prinzipien beharren. Dies haben sich wohl auch die 27 EU-Staaten gedacht, als sie Großbritannien in der Nacht doch noch einen Aufschub des Brexits zugestanden. Stimmt das britische Unterhaus dem Brexit-Abkommen nächste Woche zu, soll der Austritt nach den Worten von Premierministerin Theresa May am 22. Mai geregelt über die Bühne gehen. Gelingt das nicht, kann Großbritannien bis zum 12. April neue Vorschläge machen.
Eine gewisse Drohkulisse ist jedenfalls schon aufgebaut. Auf die Frage eines Journalisten, ob die Hölle seiner Meinung nach für jene britischen Abgeordneten vergrößert werden sollte, die kommende Woche erneut gegen den vorliegenden Brexit-Vertrag stimmen sollten, sagte EU-Ratschef Donald Tusk: "Unserem Papst zufolge ist die Hölle immer noch leer und das bedeutet, dass es noch viel Platz gibt." Tusk hatte bereits Anfang Februar mit einem Kommentar zur Hölle für Verärgerung in Großbritannien gesorgt.
Diese Themen werden heute wichtig:
Am zweiten Gipfeltag wollen Bundeskanzlerin Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs unter anderem mit den Partnerländern des Europäischen Wirtschaftsraums EWR (Norwegen, Island, Liechtenstein) das 25. Jubiläum der Partnerschaft würdigen.
US-Außenminister Mike Pompeo setzt seine Nahost-Reise fort. Er wird am Vormittag in der libanesischen Hauptstadt Beirut erwartet. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Treffen mit Ministerpräsident Saad al-Hariri.
Neuseelands Außenminister und Vize-Premier Winston Peters besucht derweil die Türkei. Der Besuch kommt nach Brandreden von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gegen den "islamfeindlichen" Westen nach den Moscheeangriffen von Christchurch mit mindestens 50 Toten am vergangenen Freitag.
Der Prozess um den Mord an der 14-jährigen Susanna geht weiter. Der 22-jährige Ali B., ein irakischer Flüchtling, soll die Schülerin aus Mainz vergewaltigt und dann erwürgt haben. Es ist eine Sachverständige geladen, die über den Fundort der Leiche berichten wird.
Und noch eine gute Nachricht: In Deutschlands Spargelregionen hat die Erntesaison begonnen. Nachdem einige Bauern in den vergangenen Wochen schon die ersten Stangen von den Feldern geholt haben, nimmt die Ernte nun deutlich Fahrt auf.
Über die Autorin
Ich nehme nun erstmal mit einer Tasse Kaffee Fahrt auf. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de