Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen. Heute wird ein gar nicht mal so leichter Tag, wenn der Blick auf die Tagesvorschau nicht trügt. Deswegen gucken wir da auch gleich genauer hin, es ist eine Menge. Sie erreichen mich, wie bereits die ganze Woche schon, unter sabine.oelmann@nama.de. Bevor Sie allerdings auf den "Abschicken"-Button einer Mail drücken, in der Sie sich den ganzen Ärger der letzten Zeit von der Seele reden wollen, denken Sie bitte kurz noch einmal nach. Für Anregungen und konstruktive Kritik stehe ich selbstverständlich auch an diesem Freitag zur Verfügung.
Heute brauchen Autofahrer mit Termindruck starke Nerven, denn die Innenstädte in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und Freiburg werden dicht sein. Die Umweltschutzorganisation Fridays for Future plant den globalen Klimastreik. In Berlin wird dazu auch Greta Thunberg erwartet. Die Aktivisten fordern vor der Wahl Maßnahmen, um die Klima-Erhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. In Berlin wird es viele Fahrraddemonstrationen von Plätzen und Schulen ins Regierungsviertel geben, um 12 Uhr die Auftaktkundgebung vor dem Reichstagsgebäude, danach Demonstrationszüge durch das Regierungsviertel und zurück zum Platz der Republik.
In Großbritannien denkt man bereits an Weihnachten: Da die Energiekrise Unternehmen und Verbrauchern heftig zusetzt und wegen der massiv gestiegenen Erdgaspreise bereits mehrere Versorger pleitegegangen sind und zudem Hunderttausenden deutlich höhere Gasrechnungen drohen, warnen die Nahrungsmittelhersteller vor Hamsterkäufen vor Weihnachten.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier redet als erster Bundespräsident seit fast 40 Jahren vor der UN-Vollversammlung. Der erste und bisher einzige Bundespräsident, der vor dem UN-Gremium auftrat, war Karl Carstens 1983.
Man meint, in einem anderen Jahrhundert zu sein: Nach dem Tod eines Studenten während eines Aufnahmerituals beginnt der Prozess gegen mehr als 15 angeklagte Mitglieder einer belgischen Studentenverbindung. Das 20-jährige Opfer musste Unmengen an Alkohol trinken, auf ihn wurde dabei uriniert und er musste längere Zeit in einem kaltem Eisbad aushalten.
Damit Sie eine Vorstellung davon haben, was in den Gerichten in Deutschland so los ist: Wir erwarten die Urteilsverkündung im Prozess gegen einen 45-Jährigen wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Ulm. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten 383 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern, versuchten schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie 20 Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor. Außerdem laufen die Ermittlungen nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein weiter, auch der Prozess um die tödliche Amokfahrt am 1. Dezember 2020 in der Innenstadt von Trier geht weiter, dort steht ein 52-Jähriger wegen fünffachen Mordes und versuchten Mordes in 18 Fällen vor Gericht. Im Falle der Tötung einer 16-Jährigen durch einen 15-jährigen Tatverdächtigen in Großröhrsdorf soll dieser dem Haftrichter vorgeführt werden. In Münster wird der Prozess gegen die Mutter eines Opfers fortgeführt, die Anklage wirft der 31-Jährigen vor, den schweren sexuellen Missbrauch ihres heute elfjährigen Sohnes durch ihren Lebensgefährten nicht verhindert zu haben, obwohl sie davon wusste. Auch ein Prozess um die Ermordung von fünf Kindern in Solingen geht weiter: Angeklagt ist die 28-jährige Mutter der Kinder.