Der Tag

Der TagDas wird heute wichtig, oder: Kann er Kanzler?

24.02.2025, 07:13 Uhr
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Endlich haben wir es hinter uns, die Bundestagswahl ist vollbracht, und auch, wenn das Ergebnis an vielen Stellen zu wünschen übrig lässt, kann man nun mit den Tatsachen arbeiten und der Zukunft ins Gesicht schauen. Das Personalkarussell ist am Rotieren, und die vordergründigste Frage lautet: Kann Merz Kanzler? Kann er seinen markigen Sprüchen die Taten folgen lassen, die er angekündigt hat? Vor allem: Kann er das Land einen? Der Osten hat Blau gewählt, daran gibt es kein Rütteln, und nicht nur in der jüdischen Community ist das Entsetzen groß. Es gibt viel zu tun, packen wir's an. Wie Sie es gewohnt sind, versorgt die ntv.de-Redaktion Sie mit dem Wichtigsten des Tages, wir haben einen Bundestagswahl-Ticker und jede Menge Nachrichten - mit und ohne Meinung.

Was steht an?

  • Auch am Tag nach der Wahl richten sich die Blicke ins politische Berlin. Die Spitzengremien der Parteien kommen zu Beratungen über das Wahlergebnis zusammen. Danach gibt es etliche Stellungnahmen, unter anderem tritt CDU-Chef Friedrich Merz vor die Presse. Bei der SPD geben Olaf Scholz und die Partei-Chefs Saskia Esken und Lars Klingbeil gemeinsam ein Statement ab und auch die Spitzenkandidaten der anderen Parteien wollen vor die Presse treten. Mit Spannung erwartet wird auch die Pressekonferenz von Christian Lindner, er hat bereits am Wahlabend das Ende seiner politischen Karriere verkündet.

  • Die Union kommt mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz auf 28,6 Prozent und hat die Bundestagswahl gewonnen - mit großem Abstand vor der zweitplatzierten AfD (20,8 Prozent). Die SPD erzielt mit 16,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Das geht aus dem vorläufigen Ergebnis der Bundeswahlleiterin in der Wahlnacht hervor. An vierter Stelle folgen die Grünen mit 11,6 Prozent, und auch die Linke ist mit 8,8 Prozent sicher im Bundestag vertreten. Raus ist die FDP mit 4,3 Prozent, das erstmals angetretene BSW verpasst den Sprung ins Parlament denkbar knapp mit 4,97 Prozent.

  • Donald Trump empfängt seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron im Weißen Haus in Washington. Zentrales Thema des Treffens am dritten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges dürfte die Zukunft der Ukraine sein. Angesichts von Trumps Alleingang bei einer Friedenslösung für die Ukraine hatte Macron zuletzt europäische Staats- und Regierungschefs nach Paris gerufen. Trump will in den kommenden Tagen auch den britischen Premierminister Keir Starmer empfangen.

  • Die USA wollen bei den Vereinten Nationen mit einem moskaufreundlichen Vorstoß zum Ukrainekrieg die Staatengemeinschaft hinter sich bringen. Die USA haben dazu einen neutral gehaltenen Resolutionsentwurf vorgelegt, der Russland nicht als Aggressor bezeichnet. Er soll in der UN-Vollversammlung von 193 Mitgliedsstaaten abgestimmt werden, bevor er dann auch im UN-Sicherheitsrat zur Abstimmung gestellt wird.

  • Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt seine Entschlossenheit, die islamistische Hamas im Gazastreifen vollständig zu zerschlagen. Der Sieg über die Hamas könne in Verhandlungen erzielt werden, so Netanjahu.

  • Am Köln/Bonner Flughafen hat ein eintägiger Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begonnen. Passagiere müssen am zweitgrößten Flughafen von Nordrhein-Westfalen mit massiven Flugausfällen und Verzögerungen rechnen. Zur Streikteilnahme aufgerufen sind die Mitarbeiter der Bodenabfertigung.

Quelle: ntv.de