Der TagDemokrat stört Trump-Rede - und muss Saal verlassen
Trotz umstrittener Maßnahmen und sonstiger Skandale hält sich der öffentlich geäußerte Unmut über Donald Trump in Grenzen. Massendemos oder dergleichen finden in den USA derzeit nicht statt. Doch ein Mann nutzte die denkbar größte Bühne, um sich dann doch gegen den US-Präsidenten zu positionieren. Nachdem Trump bei seiner Rede im Kongress gesagt hatte, dass er bei der Wahl im November ein Mandat der Wähler für tiefgreifenden Wandel bekommen habe, mischte sich Al Green aus dem Bundesstaat Texas ein: Trump habe kein Mandat, rief er wiederholt - und wurde schließlich nach wenigen Minuten aus dem Sitzungssaal eskortiert.
Später betonte der demokratische Abgeordnete, er habe sich darauf bezogen, dass Trump kein Mandat für Kürzungen beim US-Gesundheitssystem Medicaid habe. Die Menschen sollten wissen, dass es Leute gebe, die sich dem Republikaner entgegenstellen. Trump beklagte sich danach, dass keine Errungenschaft von ihm die Demokraten dazu bringen könne, "zu lächeln oder zu applaudieren". Das würde selbst dann gelten, wenn er die schlimmste Krankheit auf der Welt heilen oder die Kriminalität auf das niedrigste Niveau aller Zeiten senken sollte, beschwerte er sich. "Das ist sehr traurig und das sollte nicht so sein." Während Republikaner im Saal Trumps Rede mit Applaus und "USA"-Rufen feierten, hielten sich die Demokraten zurück und reckten Schilder in die Höhe, auf denen unter anderem dazu aufgerufen wurde, das US-Gesundheitssystem Medicaid zu verteidigen und ehemalige Militärangehörige zu unterstützen.
