Montag, 19. August 2019Der Tag

mit Astrid Ehrenhauser
22:39 Uhr

Das war Montag, der 19. August 2019

Wer sich in Großbritannien niederlassen will, muss sich beeilen. Denn die neue britische Regierung will nach dem Brexit sofort die EU-Regeln zum Einreise- und Aufenthaltsrecht aufheben und damit auch Grenzkontrollen verschärfen.

Eine Studie attestiert der Groko eine durchaus gute Halbzeit-Bilanz. Doch das stürzt die SPD in ein Dilemma.

Ein Unfall im Gotthard Tunnel führte heute in der Schweiz zu stundenlangen Staus - und fünf Verletzten.

In Bremerhaven lief das derzeit größte Containerschiff der Welt ein. Warum die riesige Ladungsmenge der "MSC Gülsün" trotz verbesserter Ökobilanz nicht jedem gefällt, lesen Sie hier.

In den vergangenen Tagen stiegen Kampfjets der Nato mehrfach auf, um russische Militärflugzeuge über der Ostsee abzufangen - so auch heute. Die litauische Regierung glaubt den Grund für die Häufung der Einsätze zu kennen.

Außerdem haben wir Sie gefragt, was Sie denn von Prinz Harrys und Meghans Privatjet-Flügen halten - obwohl sie sich als Klimaschützer ausgeben. Fast die Hälfte von Ihnen, 48 Prozent, findet: Die beiden sollten auf Privatjets verzichten. 13 Prozent waren eher unentschieden und 39 Prozent gönnen den beiden ihre privaten Flüge.

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:20 Uhr

Frau in El Salvador wird nach Fehlgeburt nicht wegen Mordes verurteilt

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Evelyn Hernández wurde freigesprochen.

(Foto: REUTERS)

Eine Frau hat im Jahr 2016 in El Salvador eine Fehlgeburt in der 32. Schwangerschaftswoche, nachdem sie vergewaltigt worden sei - und wird wegen "Abtreibung" angeklagt. Nun ist die 21-jährige Evelyn Hernández vom Vorwurf des Mordes an dem neugeborenen Kind freigesprochen worden. Das teilte die Frauenrechtsorganisation "Las 17 y más" mit. In einem ersten Prozess war die Frau zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof des mittelamerikanischen Landes hob das Urteil aber auf und ordnete einen neuen Prozess an.

"Das ist ein wichtiger Sieg für die Rechte der Frauen in El Salvador", sagte die Amerika-Chefin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Erika Guevara-Rosas. "Es zeigt, dass keine Frau fälschlicherweise des Mordes beschuldigt werden sollte, nur weil sie eine Fehlgeburt erleidet."

El Salvador gehört zu den Ländern mit den strengsten Anti-Abtreibungsgesetzen. Schwangerschaftsabbrüche sind dort grundsätzlich untersagt, auch nach Vergewaltigungen oder bei gesundheitlichen Risiken für die Mutter. Abtreibungen werden mit langen Freiheitsstrafen geahndet.

21:53 Uhr

Twitter deckt chinesische Kampagne gegen Hongkong-Proteste auf

China fährt eine große Kampagne, um die Proteste in Hongkong zu diskreditieren. Das hat Twitter nach eigenen Angaben aufgedeckt. Twitter machte 936 Accounts aus, über die koordiniert "politischer Streit in Hongkong gesät werden sollte". Zusätzlich sei ein Netzwerk aus rund 200.000 Accounts gesperrt worden, bevor es nennenswerte Aktivität entwickeln konnte, teilte Twitter mit. Künftig wolle man zudem keine Werbeanzeigen von staatlichen Medien - ausgenommen von Steuerzahlern finanzierte Medien wie unabhängige öffentliche Sender - mehr annehmen.

Auch Facebook entfernte mit ähnlicher Begründung fünf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen. Mindestens einer der Seiten seien rund 15.500 Facebook-Profile gefolgt. Beide Dienste zeigten Beispiele von Beiträgen, in denen die Demonstranten in Hongkong zum Beispiel als gewalttätig dargestellt wurden.

*Datenschutz

21:34 Uhr

Johnson-Regierung will nach Brexit sofort schärfere Grenzkontrollen

Nach dem Brexit soll es schnell schärfere Grenzkontrollen geben, das kündigt die neue britische Regierung an. Sie will dann sofort die EU-Regeln zum Einreise- und Aufenthaltsrecht aufheben und damit auch Grenzkontrollen verschärfen.

Man werde ein "neues, faires Einwanderungssystem" einführen, erklärte das Innenministerium. Dabei werde nicht die Herkunft von Migranten im Vordergrund stehen, sondern ihre Fähigkeiten und was sie zu Großbritannien beitragen könnten. EU-Bürger, die Ende Oktober noch im Königreich leben, sollen weiter wie geplant bis mindestens Ende 2020 Zeit für einen Aufenthaltsantrag erhalten.

Der Generaldirektor der Britischen Handelskammer, Adam Marshall, kritisierte die Ankündigung. Die britischen Unternehmen hätten sich auf die Leitlinien für einen ungeregelten Brexit eingestellt, wie sie vor sieben Monaten von der damaligen Regierung veröffentlicht worden waren.

Mehr dazu lesen Sie hier.

21:20 Uhr

Zwei Niederländer schmuggeln 30 Kilo illegale Böller durch Bayern

30 Kilogramm illegale Böller hat die Bundespolizei im Auto zweier Niederländer in Bayern sichergestellt. Die 23- und 25-Jährigen gaben an, in Tschechien lediglich "ein paar" Böller gekauft zu haben, wie die Bundespolizei mitteilte.

Doch versteckt unter Decken, Schlafsäcken, in Kisten und Taschen entdeckten die Beamten bei der Kontrolle im oberpfälzischen Waldsassen etwas ganz anderes: kiloweise Silvesterkracher.

Einige Böller hatten die jungen Männer zuvor schon auf einem tschechischen Campingplatz gezündet, weswegen sie des Platzes verwiesen worden waren. Sie wurden schließlich wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt. Die Kracher bekamen sie nicht wieder zurück, die Polizei behielt sie ein.

21:07 Uhr

Polizisten nach Tod von Schwarzem vor fünf Jahren gefeuert

Eric Garners letzte Worte "Ich kann nicht atmen" befeuerten die Bürgerrechtsbewegung "Black Lives Matter": Fünf Jahre nach dem Tod des Afroamerikaners bei einer Kontrolle in New York hat die Polizei den verantwortlichen Beamten nun entlassen.

Der Polizist könne unter den gegebenen Umständen nicht mehr als Beamter der New Yorker Polizei arbeiten, sagte der Chef der Behörde, James O'Neill. Diese "schwere" Entscheidung sei in den vergangenen Tagen gefallen, nachdem eine behördeninterne Richterin die Entlassung des Polizisten empfohlen hatte.

Garner war am 17. Juli 2014 im New Yorker Stadtteil Staten Island von Polizisten gestoppt worden, weil er vermutlich illegal mit Zigaretten handelte. Ein Passant hielt auf einem Video fest, wie ihn drei Polizisten zu Boden warfen und ihm die Luft abdrückten. Der damals 43-Jährige starb danach im Krankenhaus. Laut Autopsie führte der Würgegriff mit zum Tod Garners. Die Familie hatte von der Stadt New York als Entschädigung eine Zahlung von 5,9 Millionen Dollar (etwa 5,3 Millionen Euro) erhalten.

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Kürzlich hatten Aktivisten gegen die Entscheidung des US-Justizministeriums protestiert, die Ermittlungen gegen einen Polizisten einzustellen.

(Foto: picture alliance/dpa)

20:54 Uhr

Italienische 5 Sterne liebäugeln mit neuem Koalitionspartner

Italien steckt mitten in einer Regierungskrise - nun mehren sich die Anzeichen für einen Wechsel des Koalitionspartners der 5-Sterne-Bewegung. Man habe gute Gespräche mit der oppositionellen sozialdemokratischen Partei PD geführt, hieß in Kreisen der populistischen 5 Sterne, die derzeit mit der rechten Lega die Regierungskoalition bildet. Offiziell will sich die Bewegung aber nicht vor der mit Spannung erwarteten Rede des parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte am Dienstag im Senat äußern.

Nachdem Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini die Koalition mit den 5 Sternen für arbeitsunfähig erklärt hat und vorgezogene Parlamentswahlen anstrebt, kommt Conte eine entscheidende Rolle für den weiteren Verlauf der Regierungskrise zu. Er könnte am Dienstag seinen Rücktritt erklären oder darauf warten, über ein Misstrauensantrag gestürzt zu werden.

20:30 Uhr

Sprengsatz in Nordirland explodiert - IRA wird verdächtigt

Ein Sprengsatz ist in Nordirland nahe der Grenze zur Republik Irland auf einer Straße explodiert. Vize-Polizeichef Stephen Martin zeigte sich vor Journalisten in Belfast überzeugt, dass es sich bei der Explosion am Morgen um einen versuchten Anschlag auf nordirische Sicherheitskräfte handelte. Durch einen Hinweis vom Samstagabend sei versucht worden, Polizisten und Anti-Terror-Einheiten zum Ort der Explosion zu locken. Er hielt es außerdem für möglich, dass die Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) oder ihre Absplitterungen New IRA und Continuity IRA für den Anschlagsversuch verantwortlich sein können.

Die IRA kämpfte Jahrzehnte für die Vereinigung Nordirlands, das zu Großbritannien gehört, mit der Republik Irland. Durch die EU-Integration und das Karfreitagsabkommen von 1998 war der Nordirland-Konflikt entschärft worden. Seit im Zuge des geplanten Brexits die künftige Grenzvereinbarung zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland unklar ist, haben die politischen Spannungen in Nordirland zuletzt wieder zugenommen.

Mehr dazu lesen Sie auf n-tv.de.

19:59 Uhr

Elton John verteidigt Prinz Harry und Herzogin Meghan

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Der britische Popstar Elton John ist "tief erschüttert". Der Grund: Britische Boulevardmedien finden Prinz Harry und Herzogin Meghan heuchlerisch. Das royale Glamour-Paar ruft nämlich gerne in sozialen Netzwerken zum Klimaschutz auf. Dennoch flog das Paar innerhalb weniger Tage mehrmals in Privatjets - was weitaus klimaschädlicher ist als ein Linienflug.

Einen dieser Flüge hatte Elton John den beiden und Sohn Archie Harrison für einen Urlaub in seinem Haus in Nizza spendiert. Das teilte der Popstar in einer Reihe emotionaler Tweets mit. Die Berichte darüber seien aber "verfälscht" und "bösartig" gewesen. Er habe mit einer Spende an eine Umweltschutzorganisation dafür gesorgt, dass der Flug klimaneutral gewesen sei.

Harrys Mutter Diana sei eine seiner besten Freundinnen gewesen, fügte Elton John hinzu. "Ich fühle eine tiefe Verpflichtung, Harry und seine Familie vor den unnötigen Übergriffen der Presse zu schützen, die zu Dianas vorzeitigem Tod beigetragen haben."

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19:29 Uhr

Pfandpflicht soll brennende Batterien im Müll verhindern

Unsachgemäß entsorgte Batterien führen nach Darstellung der deutschen Müllbranche immer häufiger zu Bränden mit hohem Sachschaden. Jede Woche brenne es irgendwo in Deutschland in Entsorgungsfahrzeugen, auf Betriebshöfen oder Sortieranlagen, weil Lithium-Batterien nicht richtig entsorgt würden, erklärte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth.

Er forderte eine Pfandpflicht für Batterien, um das Problem zu entschärfen. Werden die Energieträger beim Transport oder beim Sortiervorgang beschädigt, können sie erhitzen und Feuer auslösen.

19:08 Uhr

24-Jähriger verletzt sich bei Sturz von E-Scooter lebensgefährlich

Beim Sturz mit einem E-Tretroller hat sich ein 24 Jahre alter Mann in Pinneberg lebensgefährlich verletzt. Der junge Mann sei verbotswidrig auf dem linken Radweg einer Straße gefahren. An einem abgesenkten Bordstein habe er an einer Ampel die Kontrolle über seinen Roller verloren, wie die Polizei mitteilte. Beim anschließenden Sturz schlug er mit dem Kopf auf den Bordstein auf. Ein Rettungshubschrauber habe den Verletzten in ein Hamburger Krankenhaus geflogen.

18:55 Uhr

Von wegen Ruhestand: Immer mehr Rentner arbeiten

Die Zahl erwerbstätiger Rentner in Deutschland ist weiter gestiegen. Sie erreichte 2018 rund 1,445 Millionen, wie das Bundesarbeitsministerium mitteilte. Die Gründe dafür seien einerseits finanzieller Art, andererseits auch Freude an der Arbeit und Kontakt zu anderen Menschen. "Die im Alter steigende Erwerbsbeteiligung kann als Ausdruck veränderter Lebensentwürfe einer aktiveren Teilnahme an Wirtschaft und Gesellschaft gewertet werden", hieß es zur Erklärung.

Acht Prozent der Rentner sind erwerbstätig - im Jahr 2000 waren es noch gut drei Prozent. Die Hälfte der Betroffenen ist geringfügig beschäftigt, jeweils etwa ein Viertel arbeitet sozialversicherungspflichtig oder selbstständig, wie das Ministerium unter Berufung auf das Statistische Bundesamt mitteilte.

18:34 Uhr

Putin ist bereit für Rückkehr zu G8

Kremlchef Wladimir Putin schließt eine Rückkehr Russlands in die Gruppe führender Industrienationen (G8) nicht aus. Russland habe nichts gegen eine Mitarbeit, sagte Putin in der Mittelmeerresidenz Fort Brégançon an der Riviera. Dort traf er den französischen Staatschef Emmanuel Macron kurz vor dem anstehenden G7-Gipfel. "Bitteschön, wir erwarten unsere Partner jederzeit als Gäste."

Ob diese Bereitschaft auf Gegenseitigkeit beruht, ist fraglich. Denn Russland hatte sich 2014 die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt. Daraufhin lehnten Deutschland, die USA und die anderen Mitglieder der Runde Putins Einladung zum G8-Gipfel nach Sotschi ab. Russland tat daraufhin den Gipfel als unwichtig ab. Seitdem tagen Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, die USA und Japan als G7-Gruppe ohne Russland.

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Putin und Macron - vielleicht wird daraus (wieder) mehr?

(Foto: picture alliance/dpa)

18:15 Uhr

Kundendaten von Mastercard-Bonusprogramm geleaked

Durch ein Datenleck sind Daten von Nutzern des Mastercard-Bonusprogramms "Priceless Specials" aus Deutschland im Internet aufgetaucht. Eine Tabellen-Datei, die zeitweise in einem Online-Forum verfügbar war, listete unter anderem Namen und E-Mail-Adressen auf. Daneben standen jeweils die ersten zwei und die letzten vier Zahlen der Mastercard-Kartennummer und in manchen Fällen auch die Anschriften und Telefonnummern der Kunden.

Das besonders Gefährliche an solchen Datenlecks ist die Möglichkeit für Online-Kriminelle, E-Mails zu fabrizieren, die täuschend echt aussehen, um Nutzern Passwörter und weitere Informationen abzujagen. Mastercard teilte am Montag mit, die Plattform des Bonusprogramm sei vorsorglich geschlossen worden. Zugleich betonte Mastercard, es gebe keinen Zusammenhang mit dem Zahlungsnetzwerk des Unternehmens.

Mastercard hatte "Priceless Specials" Anfang vergangenen Jahres in Deutschland an den Start gebracht. Bei dem kostenlosen Programm bekommt man für Transaktionen Bonuspunkte, die gegen Prämien eingetauscht werden können.

17:55 Uhr

Freizeitpark schließt Hakenkreuz-Fahrgeschäft

Ein Freizeitpark im Schwarzwald schließt ein neues Fahrgeschäft - denn es erinnert an Hakenkreuze. Das zeigte sich in einem kritischen Video über das erst vor wenigen Wochen eröffnete Fahrgeschäft des Freizeitparks Tatzmania.

Die ausfahrbaren Arme des Karussells "Adlerflug" ähneln drehenden Hakenkreuzen, sagte ein Sprecher des Parks in Löffingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Auf das Video der Online-Plattform Reddit habe es Kritik gegeben. Der Park habe daher entschieden, das Karussell mit sofortiger Wirkung außer Betrieb zu nehmen. Es solle nun, gemeinsam mit dem italienischen Hersteller, überarbeitet werden. Vor dem Video sei die umstrittene Optik nicht aufgefallen.

Der Park, der vor allem Familien mit Kindern anspreche, wolle mögliche Irritationen vermeiden. Ein Weiterbetrieb des Fahrgeschäfts sowie das Beibehalten der bestehenden Optik hätten nicht zur Diskussion gestanden. Mit anderen Attraktionen und einem Zoo bleibe der Freizeitpark geöffnet. Was das neue Fahrgeschäft gekostet hat, wollte der Sprecher nicht sagen.

*Datenschutz

17:30 Uhr

Weltgrößtes Containerschiff erreicht Bremerhaven

Es ist derzeit das weltgrößte Containerschiff: die "MSC Gülsün". Auf seiner Jungfernfahrt aus Asien ist es jetzt in Bremerhaven angekommen. "MSC Gülsün" ist 400 Meter lang und 61,5 Meter breit. Es kann nach Angaben der Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) 23.756 Standardcontainer (TEU) tragen, darunter 2000 Kühlcontainer.

Bislang fassten die größten Containerschiffe rund 23.000 TEU. Die "MSC Gülsün" wurde in Südkorea gebaut und im Juli ausgeliefert. MSC will zehn Schwesterschiffe bis 2020 in Dienst stellen.

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Das Containerschiff "MSC Gülsün" ist 400 Meter lang und 61,5 Meter breit.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:05 Uhr

Schwerer Unfall im Gotthard-Tunnel - fünf Verletzte

Im Gotthard-Tunnel in der Schweiz gerät ein Auto auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidiert es mit einem Wohnmobil und einem Lieferwagen. Fünf Menschen werden teils schwer verletzt. Das berichtet die Polizei des Kantons Uri.

Das Auto sowie das Wohnmobil hatten niederländische Kennzeichen, der Lieferwagen kam aus Zürich. Die Polizei teilte mit, dass die Verletzten aus dem Tunnel geborgen und mit dem Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen worden seien. Der Tunnel wurde in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt.

Der 1980 fertiggestellte Gotthard-Tunnel ist eine wichtige Nord-Süd-Achse durch die Alpen. Er ist rund 17 Kilometer lang und verbindet den südlichen Kanton Tessin mit der Innerschweiz. Er hat pro Richtung nur eine Fahrspur, und die Seiten sind lediglich durch eine markierte Sicherheitslinie voneinander getrennt. Bei einer Volksabstimmung stimmten die Schweizer 2016 für den Bau einer zweiten Röhre.

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16:35 Uhr

Frische Schweizer Luft kann umweltschädlich sein

Manche Produkte sind unnötig - und schlecht für die Umwelt. So zum Beispiel, wenn Schweizer Luft in Dosen über fast 20.000 Kilometer nach Asien verfrachtet wird. Das findet auch der Schweizer Verein Alpen-Initiative, der sich für umweltfreundlicheren Güterverkehr einsetzt. Daher hat er das Unternehmen Swiss Air Deluxe für seinen "Preis für besonders absurde Transporte" nominiert.

Ebenso am Pranger stehen die Supermarktkette Migros wegen eines Wassers aus Norwegen, das 1500 Kilometer zurücklegen muss. Auch Aldi kritisiert der Verein. Dort wird ein Schweineschinken aus den Niederlanden in Italien und Österreich verarbeitet, bevor er schließlich in die Schweiz kommt. Per Online-Voting sollen Verbraucher nun entscheiden, wer der größte Umweltsünder ist.

Und was sagen die Unternehmen dazu? Von Swiss Air Deluxe heißt es etwa, das Produkt mache die Marke Schweiz bekannt und auch deren Werte, etwa saubere Luft. Gründer Markus Klinkmüller sagte: "Auf dem Transport nach Asien werden Überkapazitäten der Schiffe auf dem Rückweg genutzt." Die Luft aus der Dose wird über den Deckel wie mit einer Atemmaske eingeatmet und soll gegen Müdigkeit helfen.

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16:05 Uhr

Richard Gere beschimpft Italiens Innenminister als "Baby Trump"

Hollywoodstar Richard Gere teilt gegen Italiens rechtspopulistischen Innenminister Matteo Salvini aus. Er bezeichnete ihn als "Baby Trump". Der Lega-Chef habe die gleiche Mentalität wie US-Präsident Donald Trump, sagte der US-Schauspieler ("Pretty Woman") der italienischen Zeitung "Corriere della Sera": "Er hat die gleiche Ignoranz im radikalen Sinne, er macht sich Angst und Hass zunutze."

Gere war zuletzt auf dem spanischen Rettungsschiff "Open Arms", das immer noch vor Italien mit mehr als 100 Migranten blockiert ist. Salvini hatte ihn angewiesen, die Migranten nach Hollywood mitzunehmen und sie "in seinen Villen" zu beherbergen. "Er macht aus einer humanitären Notlage einen politischen Fall", sagte Gere über Salvini.

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Richard Gere war kürzlich auf dem spanischen Rettungsschiff "Open Arms".

(Foto: picture alliance/dpa)

15:48 Uhr

Indonesien kämpft gegen vermüllte Strände - und nutzt einen besonderen Tag

In Indonesien haben Bürgerinnen und Bürger den Nationalfeiertag genutzt, um gegen vermüllte Strände vorzugehen. Zehntausende beteiligten sich an einer großen Müllsammelaktion. Das Ergebnis ist bemerkenswert: An den Stränden und vor den Küsten des Landes mit seinen rund 17.000 Inseln sammelten sie dadurch insgesamt hunderte Tonnen Abfall.

Indonesien ist nach China der zweitgrößte Produzent von Plastikmüll in den Meeren. Das Land will diesen Müll bis 2025 um 70 Prozent verringern. Am Sonntag feierte Indonesien den Unabhängigkeitstag - auch mit dieser Müllsammelaktion.

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Engagierten Menschen sammeln hunderte Tonnen Abfall.

(Foto: picture alliance/dpa)

15:33 Uhr

Zoos dürfen nur noch bestimmte afrikanische Elefanten kaufen

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Afrikanische Elefanten, wie dieser in Kenia, sollen, wenn sie wild leben, nicht in Zoos landen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wildlebende Elefanten aus mehreren Ländern des südlichen Afrika dürfen künftig nicht mehr an Zoos und Zirkusse verkauft werden. Überraschend wurde ein entsprechender Antrag afrikanischer Staaten bei der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites) in Genf angenommen. Dieser muss noch bestätigt werden.

Die Tiere dürfen demnach nur noch an Artenschutzprojekte in ihrem natürlichen Lebensraum - also Afrika - abgegeben werden. Das freut Tierschutzorganisationen. Daniela Freyer von Pro Wildlife sprach von einer bahnbrechenden Entscheidung. "Der Fang wilder Elefantenbabys aus ihren Herden ist traumatisch und völlig inakzeptabel." Vor allem Simbabwe verkaufe Elefantenbabys unter anderem nach Asien. Sie erzielten Preise von rund 30.000 Euro.

15:07 Uhr

USA verschieben Huawei-Sanktionen, um Firmen "zu entwöhnen"

Im Handelsstreit zwischen China und den USA rudern die Vereinigten Staaten vorläufig zurück. Sie verschieben die geplanten Sanktionen gegen den chinesischen Huawei-Konzern um weitere drei Monate. Das kündigte US-Handelsminister Wilbur Ross im Sender Fox Business Network an. Er begründete dies damit, dass einige ländliche Unternehmen "abhängig von Huawei" seien. Heute lief ein - ebenfalls dreimonatiger - Aufschub der Sanktionen aus.

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Huawei ist aus Sicht der USA ein Risiko für die nationale Sicherheit.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai US-Firmen de facto verboten, Ausrüstung des chinesischen Netzwerkausrüsters zu kaufen und ihre eigenen Produkte ohne Erlaubnis an Huawei zu verkaufen. Jetzt erklärt Ross mit Bezug auf die US-Firmen: "Wir geben ihnen mehr Zeit, um sich zu entwöhnen."

Warum das Ganze? Die US-Regierung sieht in Huawei ein Risiko für die nationale Sicherheit und wirft dem Unternehmen Sabotage und Spionage für die chinesische Regierung vor. Huawei weist das zurück.

Mehr zu dem Thema lesen Sie auf n-tv.de.

14:43 Uhr

Mann schaut tagsüber in Stuttgarter Gaststätte Kinderpornos

Mitten am Tag hat ein Mann in einer Stuttgarter Gaststätte offenbar Kinderpornos angesehen. Deswegen wurde der 51-Jährige jetzt vorläufig festgenommen. Später kam er jedoch wieder auf freien Fuß, wie die Polizei berichtete. In seiner Wohnung fanden die Beamten eine Vielzahl von Datenträgern, die sie nun auswerten.

Aufgeflogen war er nur, weil ihn am Sonntag ein anderer Gast durch eine Fensterscheibe dabei beobachtet hatte, wie er im Außenbereich der Gaststätte offensichtlich Kinderpornos auf seinem Tablet-Computer anschaute. Eine Angestellte rief daraufhin die Polizei. Der Verdächtige muss nun mit einer Strafanzeige rechnen.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou verabschiedet sich in den Feierabend, ab sofort und bis zum späten Abend versorge ich Sie mit spannenden Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Astrid Ehrenhauser und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag! Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich unter astrid.ehrenhauser (at) nachrichtenmanufaktur.de.

14:25 Uhr

Zwei Forscher in Höhle eingesperrt

In Polen sind seit Samstag zwei Forscher in einer Höhle im Tatra-Gebirge im Süden des Landes eingeschlossen. Die Rettungskräfte versuchen, die Höhlenforscher zu erreichen - bisher ergebnislos.

  • "Die Bedingungen in der Höhle sind schwierig. Die Temperatur liegt bei etwa vier Grad Celsius. Wir fürchten um das Leben der Eingeschlossenen", sagte Bergretter Jan Krzysztof.
  • Wo genau sich die Höhlenforscher befinden, ist unklar.
  • Die erfahrenen Forscher sind in der Höhle Jaskinia Wielka Sniezna, der längsten und tiefsten Höhle des Gebirges eingeschlossen.
  • Einem Bericht der polnischen Nachrichtenagentur PAP zufolge hatten sie möglicherweise versehentlich einen Auslass für Wasser geschlossen. In der Höhle habe sich Wasser gesammelt und ihren Fluchtweg blockiert, hieß es. Vier ihrer Kollegen gelang es, die Höhle zu verlassen. Sie verständigten die Behörden.
13:59 Uhr

Mutter zwang Kinder in Rollstuhl, um Geld zu kassieren

Wie kommt man nur auf solche Ideen? Eine Frau aus Ostholstein soll ihren Kindern diverse schwere Krankheiten angedichtet haben - um Sozialleistungen zu kassieren. Seit heute steht sie in Lübeck vor Gericht.

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Die Kinder mussten mehrere Stunden am Tag im Rollstuhl sitzen.

(Foto: picture alliance / dpa)

  • Die Staatsanwaltschaft wirft der 49-Jährigen Misshandlung von Schutzbefohlenen und gewerbsmäßigen Betrug vor.
  • Laut Anklage soll die 49-Jährige von 2010 bis 2016 vier ihrer fünf Kinder bei Ärzten und Behörden als schwer krank dargestellt haben, um rund 140.000 Euro an Sozialleistungen zu erhalten. Dazu soll sie unter anderem Arztberichte gefälscht und gegenüber Medizinern falsche Symptome geschildert haben.
  • Ihren Kindern soll sie eingeredet haben, ihnen drohe unter anderem eine Querschnittlähmung, wenn sie nicht - wie von ihrer Mutter verlangt - den Tag weitgehend im Rollstuhl sitzend verbrächten.
13:31 Uhr

ASB räumt Millionenbetrug an Krankenkassen ein

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Mitarbeiter des bayerischen ASB sollen Krankenkassen betrogen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der bayerische Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat einen millionenschweren Abrechnungsbetrug zum Nachteil der Krankenkassen eingeräumt.

  • Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen habe einen vorläufigen Zwischenbericht vorgelegt, teilte die Organisation mit. Dieser zeige, dass wohl tatsächlich "ungerechtfertigte Mehrkosten in einem mittleren einstelligen Millionenbereich abgerechnet" wurden.
  • "Der ASB Bayern toleriert kein Fehlverhalten. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und klären den Sachverhalt vollständig und transparent auf", sagte ASB-Landesgeschäftsführer Jarno Lang.
  • Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hatte bereits im Juni ASB-Räume sowie Privatwohnungen zweier Verantwortlicher durchsucht. ASB-Mitarbeiter sollen bei den Krankenkassen Kosten in Rechnung gestellt haben, die so gar nicht angefallen waren.
13:11 Uhr

Juncker sagt nach OP Teilnahme an G7-Gipfel ab

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seine Teilnahme am bevorstehenden G7-Gipfel in Frankreich aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

  • Eine Kommissionssprecherin teilte mit, Juncker habe am Wochenende seine Gallenblase entfernen lassen. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, aber seine Ärzte hätten dem 64-Jährigen von Reisen abgeraten.
  • Vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen von Samstag bis Montag im französischen Badeort Biarritz werde Juncker aber noch Gespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Ratspräsident Donald Tusk führen.
  • Für die Operation hatte Juncker seinen Urlaub in Österreich abgebrochen. Er führt die EU-Kommission offiziell noch bis zum 31. Oktober. Ihm folgt die frühere Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach.
12:37 Uhr

Dänischer "Bettenkönig" Lars Larsen ist tot

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Unternehmer Lars Larsen starb im Altern von 71 Jahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Gründer der Möbelhauskette Dänisches Bettenlager, Lars Larsen, ist tot.

  • Der dänische Unternehmer starb im Alter von 71 Jahren im Beisein seiner engsten Familie in seinem Haus in der Nähe von Silkeborg, wie die JYSK-Gruppe, zu dem das Dänische Bettenlager gehört, mitteilte. "Heute haben wir unseren Vater, Ehemann, Großvater verloren und Dänemark einen herausragenden Unternehmer. Er wird uns allen sehr fehlen", sagte Larsens Sohn, Jacob Brunsborg, laut Mitteilung.
  • Brunsborg hatte im Juni den Vorstandsvorsitz der Lars-Larsen-Gruppe von seinem Vater übernommen, nachdem bei diesem Leberkrebs diagnostiziert worden war.
  • Larsen eröffnete 1979 im dänischen Aarhus sein erstes JYSK Sengetøjslager ("Jütländisches Bettenlager"). 1984 erfolgte die Expansion nach Deutschland, wo unter dem Namen Dänisches Bettenlager in Flensburg die erste deutsche Filiale eröffnete. Die Lars-Larsen-Gruppe ist in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig - darunter Möbel, Golfausrüstung, Restaurants sowie Hotels.
12:07 Uhr

Zwei Kräne kippen um

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In Rheinland-Pfalz war es gestern offenbar ziemlich ungemütlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

In weiten Teilen Deutschlands haben gestern schwere Gewitter erhebliche Schäden angerichtet. In einem Windpark bei Flörsheim-Dalsheim in Rheinland-Pfalz ist sogar ein 1200 Tonnen schwerer Kran umgestürzt und hat einen zweiten Kran mitgerissen.

  • Die beiden Kräne stürzten auf einen Baucontainer mit Arbeitsgeräten.
  • Verletzt wurde niemand. Aber der Schaden liegt mindestens im sechsstelligen Bereich.
  • Die beiden Kräne waren wegen Wartungsarbeiten in dem Windpark aufgestellt. Über sie sollten Rotorblätter einer defekten Windkraftanlage ausgetauscht werden.
11:32 Uhr

Junge stürzt von Balkon und stirbt

Ein siebenjähriger Junge ist in Halle in Sachsen-Anhalt aus dem vierten Stock eines Mehrfamilienhauses gestürzt und ums Leben gekommen. Die Polizei geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Der Junge fiel demnach von einem Balkon in die Tiefe. Das Kind starb trotz Wiederbelebungsversuchen. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar.

11:13 Uhr

"Open Arms" soll offenbar in Mallorca anlegen

Die spanische Regierung hat dem Rettungsschiff "Open Arms" im Ringen um eine Lösung für die 107 Migranten an Bord offenbar Mallorca als sicheren Hafen angeboten.

*Datenschutz

  • Die spanische NGO Proactiva Open Arms hatte ein Angebot vom Sonntag, den andalusischen Hafen Algeciras anzusteuern, mit der Begründung zurückgewiesen, die Lage an Bord sei zu prekär, um weitere fünf Tage auf See zu verbringen. Algeciras ist etwa 1800 Kilometern entfernt.
  • Die "Open Arms" befindet sich seit vergangenem Donnerstag in unmittelbarer Nähe der italienischen Insel Lampedusa, darf die Menschen aber nicht an Land bringen.
  • Mallorca und Menorca seien die nächstliegenden spanischen Anlaufstellen. Deshalb habe die Regierung die Regionalbehörden der Balearen gebeten, einen der beiden Häfen zu öffnen, berichten spanische Zeitungen unter Berufung auf Regierungskreise in Madrid. Regionalpräsidentin Francina Armengol habe dem zugestimmt, meldet das "Diario de Mallorca". Eine offizielle Reaktion von Proactiva gab es zunächst nicht. Die Balearen liegen mehr als 1000 Kilometer von Lampedusa entfernt.
10:46 Uhr

AKK will Verlängerung des Irak-Einsatzes

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Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer ist in Jordanien zu ihrer ersten Auslandsreise im neuen Amt eingetroffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will ein neues Mandat für die im Irak und Jordanien eingesetzten Bundeswehrsoldaten erreichen. Ziel sei es, dauerhaft Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten, sagte Kramp-Karrenbauer, die heute zu ihrer ersten Einsatzreise in der jordanischen Hauptstadt Amman landete. Es müsse sichergestellt werden, "dass das, was wir bisher erreicht haben, auch nachhaltig und dauerhaft ein Beitrag zur Sicherheit in der Region, aber eben auch zur Sicherheit vor Terrorismus in Europa und in Deutschland ist".

Das Mandat für die Beteiligung deutscher Soldaten am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und Ausbildungshilfe im Irak läuft bis zum 31. Oktober. In der Großen Koalition gibt es aber noch keine Einigkeit über die Fortsetzung.

10:20 Uhr

Tanklaster gerät in Brand - mindestens 20 Tote in Uganda

Beim Brand eines Tanklastwagens in Uganda sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.

"Der Lastzug ist umgekippt und hat zwei Minibus-Taxen unter sich begraben", erklärte ein Polizeisprecher. Der Tanklastzug habe sofort Feuer gefangen. Die genaue Zahl der Toten sei noch nicht bekannt, doch hätten sich in den Minibus-Taxen mehr als 20 Personen befunden. Der Fahrer des Lastwagens habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sei in die beiden Minibusse gekracht, berichten örtliche Medien. Das Feuer erfasste demnach alle am Unfall beteiligten Wagen.

09:41 Uhr

Hunderte Reisende sitzen stundenlang in ICE fest

Kein schöner Sonntagabend für 400 Passagiere eines ICE in Bayern: Wegen eines Oberleitungsschadens nach einem heftigen Unwetter haben sie mehrere Stunden ohne Strom im Zug festgesessen. "Der Zug hatte keinen Strom mehr und stoppte bei Roth mitten auf der Strecke", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Um Mitternacht hätten Feuerwehr und Retter die Reisenden dann aus dem Zug in Sicherheit gebracht. Die Rettung war wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerte rund drei Stunden. Verletzt wurde niemand. Der ICE wurde abgeschleppt.

09:14 Uhr

SPD wirft AKK "Herumeiern" im Umgang mit Maaßen vor

Äußerungen der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem möglichen Parteiausschlussverfahren gegen Hans-Georg Maaßen schlagen hohe Wellen. Führende SPD-Politiker werfen ihr ein "Herumeiern" im Umgang mit dem früheren Verfassungsschutz-Chef. "Statt sich klar von seiner AfD-nahen Haltung zu distanzieren, ließ sie es lange zu, dass er damit Wahlkampf in Ostdeutschland macht", sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach Spiegel Online. Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner äußerte sich kritisch.

  • "Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf Maaßen zu spät und falsch reagiert", sagte Lauterbach weiter, der sich ebenso wie Stegner um den SPD-Parteivorsitz bewirbt. Er warf der CDU-Chefin auch vor, einen möglichen Ausschluss Maaßens aus der CDU lediglich angedeutet zu haben.
  • Stegner bezeichnete Maaßen "aufgrund seiner offenkundigen Sympathie für die Rechte" als "politisch indiskutabel".
  • SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte Kramp-Karrenbauer auf, ihren "Zick-Zack-Kurs" im Umgang mit Maaßen zu beenden. "Ich wünsche mir da eine klare Haltung", sagte er Spiegel Online. Spätestens seit Maaßen öffentlich Bündnisse mit der AfD in Erwägung ziehe, "wäre das mehr als notwendig".
08:37 Uhr

Größtes Containerschiff läuft Bremerhaven an

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Bremerhavener bekommen heute, das wohl größte Containerschiff der Welt zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Angaben der Reederei ist das das größte Containerschiff der Welt. Die "MSC Gülsün" wird nach ihrer Jungfernfahrt aus Asien heute in Bremerhaven erwartet.

  • Das Schiff lege mit Konsumgütern an, berichtete die Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company. Das 400 Meter lange und 61,5 Meter breite Schiff kann 23.756 Standardcontainer (TEU) transportieren, darunter 2000 Kühlcontainer. Bislang fassten die größten Containerschiffe rund 23.000 TEU.
  • Die "MSC Gülsün" wurde in Südkorea gebaut. Zehn Schwesterschiffe sollen bis 2020 in den Dienst gestellt werden, wie das Unternehmen berichtete. Fünf seien gleich groß, fünf weitere 100 TEU kleiner.
  • Das Schiff habe dank eines neuartigen Designs des Bugs den Rumpfwiderstand verkleinert, der Luftwiderstand sei minimiert und es sei dadurch besonders energieeffizient.
08:02 Uhr

Wanderer neun Tage nach Notruf tot aufgefunden

Beim Wandern in Italien gerät ein französischer Student in Not und setzt einen Notruf ab. Doch die Hilfe kommt nicht. Nach neun Tagen wird nun seine Leiche gefunden.

  • In dem Anruf berichtete der Franzose, er habe sich bei einem Sturz in einen Abgrund beide Beine gebrochen. Er konnte aber seine Position in der Provinz Salerno südlich von Neapel nicht präzise angeben. Seitdem lief die Suche nach dem jungen Mann namens Simon Gautier, der allein von Policastro nach Neapel wandern wollte.
  • Gestern Abend teilte die Feuerwehr mit, dass seine Leiche gefunden wurde, nahe der Küste bei San Giovanni di Piro, rund 130 Kilometer südöstlich von Neapel.
  • Der Fall hatte in Frankreich große Anteilnahme ausgelöst. Die Suche wurde von einem Helikopter und von Drohnen unterstützt. Die Mutter hatte hingegen kritisiert, dass nicht genug getan worden sei.
07:01 Uhr

Werteunion stellt sich hinter Maaßen

Die konservative Werteunion hat den umstrittenen früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen erneut gegen Kritik in Schutz genommen. Maaßen engagiere sich "sehr aktiv und erfolgreich für die CDU im Wahlkampf in Ostdeutschland", sagte der Werteunions-Vorsitzende Alexander Mitsch der "Passauer Neuen Presse". "Er vertritt Positionen, die jahrzehntelang unumstritten in der Union waren." Damit sei Maaßen gleichzeitig "das Sprachrohr von immer mehr Mitgliedern, die wieder ein klares christdemokratisches Profil und eine Politikwende fordern", sagte Mitsch weiter. Die CDU müsse wieder lernen, "offen zu diskutieren, nachdem sie jahrelang aus dem Kanzleramt regiert wurde".

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt mit Interview-Äußerungen zu einem möglichen Parteiausschlussverfahren gegen Maaßen für Wirbel gesorgt. Sie stellte später aber klar, sie habe "weder im Interview noch an anderer Stelle ein Parteiausschlussverfahren gefordert".

06:52 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ich begrüße Sie ganz herzlich im "Tag" und wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche. Was heute wichtig wird, erfahren Sie hier:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban gedenken in der westungarischen Grenzstadt Sopron gemeinsam der Grenzöffnung vor 30 Jahren. Merkel und Orban wollen den Anlass auch für bilaterale Gespräche nutzen.
  • Kurz vor dem G7-Gipfel in Frankreich empfängt der französische Staatschef Emmanuel Macron seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Ein wichtiges Thema während des Arbeitstreffens soll der Konflikt in der Ukraine sein.
  • Am ersten Bauabschnitt der abgesackten A20 bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern sollen heute die Arbeiten beginnen.
  • Die weltgrößte Computerspielmesse Gamescom startet heute Abend. Bei der sogenannten Opening Night Live soll es Weltpremieren von Spielen großer Hersteller geben, die in den kommenden Monaten in den Handel kommen.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail auf uladzimir.zhyhachou@nama.de.

06:40 Uhr

Riekes Rückspiegel am 19. August 2019

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Auf dem Flugplatz Johannisthal wurde Anfang des 20. Jahrhunderts Luftfahrtgeschichte geschrieben.

(Foto: imago/Arkivi)

Wussten Sie, dass … ein Ortsteil im heutigen Südosten Berlins eine zentrale Rolle in der deutschen Luftfahrtgeschichte spielt? Heute vor 108 Jahren etwa startete ein Harlan-Eindecker vom Flugplatz Johannisthal gen Frankfurt an der Oder. Damals mit an Bord des Güterflugzeugs: Siegfried Hoffmann, Hans Steffen - und druckfrische Ausgaben der "Berliner Morgenpost".

Der knapp 39 Minuten lange Flug am 19. August 1911 markiert somit den Beginn der deutschen Frachtluftfahrt. Auch sonst war der Flugplatz im heutigen Bezirk Treptow-Köpenick bedeutsam, die US-Flugpionierbrüder Wright gründeten hier eine Niederlassung.

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Wir erinnern uns an … James Watt, schottischer Daniel Düsentrieb, der heute seinen 200. Todestag hat. Dank ihm gab's nicht nur eine leistungsfähigere Dampfmaschine als zuvor, sondern auch die Maßeinheit PS (Pferdestärken). Zumindest das bleibt zeitgemäß.

06:26 Uhr

Jetzt geht es Richtung Spätsommer

Die enormen Temperaturunterschiede des gestrigen Tages - im Nordwesten kaum über 20, im Süden und Südosten bis zu 34 Grad - haben sich in teils heftigen Unwettern niedergeschlagen. Am späten Abend gab es in Kleistow im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen Tornado und zu Beginn des Abends in Rodgau im Landkreis Offenbach einen Tornadoverdachtsfall. Zudem hat es in den Gewittern gelegentlich orkanartige Böen oder Orkanböen gegeben. Also Windstärke 11 oder 12. Die stärkste Böe wurde aus Kümmersbruck (Bayern) mit knapp 152 Kilometer pro Stunde vermeldet.

Björn Alexander

Björn Alexander

Heute ist das Wetter-Kontrastprogramm aber glücklicherweise vorüber und so ganz langsam können wir bei den weiteren Aussichten schon mal in Richtung Spätsommer blicken. Doch zuvor bringt der Wochenstart vom südlichen Baden-Württemberg bis rauf in die Lausitz viele Wolken und zum Teil kräftigen Regen mit eingelagerten Gewittern. Auch in Richtung Emsland und Schleswig-Holstein bleibt es wechselhaft mit Schauern. Im großen Rest geht es unterdessen freundlich bis sonnig und trocken durch den Tag.

Allerdings weht noch ein teils ruppiger Wind, sodass die meist 20 bis 24 Grad uns noch weniger an den Sommer erinnern. Höchstens im Rhein-Main-Gebiet sowie in Teilen Ostdeutschlands wird bei bis zu 26 Grad die Sommermarke von 25 Grad erreicht. Jedoch zeigen die Trends im Laufe der Wetterwoche eindeutig aufwärts. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag wünsche. Ihr Björn Alexander