Das war Freitag, der 6. Juni 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
der Freitag liegt fast hinter uns und sah so aus:
Musk und Trump schüren Ängste: Ist der Streit der Giganten nur eine große Show?
US-Autobauer atmen auf - einige Exportlizenzen für seltene Erden
Jetzt ist es wirklich Zeit für das Wochenende! Und dank Pfingsten haben wir ein langes Wochenende - ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit!
Acht Jahre altes Kind steht vor Abiturprüfung
Es handelt sich um den jüngsten Kandidaten oder die jüngste Kandidatin für die Abiturprüfung in Frankreich: Ein achtjähriges Kind ist dafür angemeldet worden, gibt das Bildungsministerium in Paris bekannt. Zur Identität wird nichts weiter gesagt.
Die bislang jüngste Abiturientin Frankreichs war im vergangenen Jahr eine neun Jahre alte Schülerin aus Straßburg. Im Jahr davor hatte ein Zwölfjähriger die Prüfung bestanden.
Abitur machen geht in jedem Alter: Der älteste Kandidat bei den diesjährigen Prüfungen ist 78 Jahre alt.
Weitere Ex-Freundin belastet "Diddy" schwer
Nach Cassie Ventura hat eine weitere Ex-Freundin von Sean "Diddy" Combs im Prozess gegen ihn ausgesagt. Ihr Name wird nicht öffentlich genannt. Unter dem Pseudonym Jane sprach sie im Zeugenstand über erzwungene sexuelle Handlungen durch Combs, wie US-Medien melden. Unter Tränen berichtete sie von "Hotelnächten", bei denen Combs Drogen und bezahlte sexuelle Begegnungen mit weiteren Männern arrangiert habe. Jane sagte aus, die Nächte mit anderen Männern hätten gegen ihren Willen stattgefunden, doch der Druck durch Combs habe sie immer wieder einlenken lassen. Die Aussagen ähneln in weiten Teilen jenen von Ventura. Angeklagt ist Combs unter anderem wegen sexueller Straftaten und organisierter Kriminalität. Ihm droht lebenslange Haft. Der Unternehmer und Musiker bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Hawaii-Strand unter Oberfläche voller Plastikmüll
In menschlichen Gehirnen, in den Mägen von Tiefseefischen und in der Arktis - Mikroplastik ist inzwischen praktisch überall zu finden. Daher wundert es auch nicht, was sich auf der Hawaii-Insel Oahu unter der Oberfläche von Stränden verbirgt: jede Menge Plastikmüll. Forschende hatten die Strände für eine Studie nach Plastikmüll abgesucht und dabei auch bis zu einem Meter tief im Sand gegraben. Das Ergebnis: 91 Prozent des gefundenen Plastikmülls befand sich unter der Strandoberfläche. Besonders viel Müll hatte sich in einer Tiefe zwischen 60 und 90 Zentimetern abgelagert – und der zerfällt mit der Zeit zu Mikroplastik. Das ist nicht nur auf Hawaii so. Auch an Stränden der Azoren, Brasiliens und Russlands waren Forschende zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.
Die Studienautoren hatten die Strände in Hawaii ausgewählt, weil sie sich gegenüber eines 1,6 Millionen Quadratkilometer großen "Plastikmüll-Kontinents" im Nordpazifik befinden. Wind und Wellen häufen dort riesige Mengen von Plastikmüll an, die oft von weit entfernten Weltregionen stammen.
Norwegen verschärft Vergewaltigungs-Gesetz
Norwegen hat sein Gesetz gegen Vergewaltigung verschärft. Sex ohne ausdrückliche Zustimmung steht künftig unter Strafe. Das sieht das Gesetz vor, welches das Parlament nun verabschiedet hat. Bislang musste in Norwegen für eine Verurteilung nachgewiesen werden, dass Gewalt oder Drohungen angewandt wurden oder Geschlechtsverkehr mit einer Person ausgeübt wurde, die sich nicht wehren konnte.
Damit reiht sich Norwegen in die Liste anderer Länder ein, die die Definition von sexuellen Übergriffen ebenfalls ausgeweitet haben. Unter anderem Schweden, Dänemark, Finnland und Island haben in den vergangenen Jahren ähnliche Gesetze eingeführt. In Schweden hat das nach offiziellen Angaben zu einem Anstieg der Verurteilungen wegen Vergewaltigung um 75 Prozent geführt.
Vulkan lässt Asche regnen und Lava fließen
Der Volcán de Fuego in Guatemala speit Asche und Lava. Vom Krater fließt laut Behördenangaben ein etwa 1200 Meter langer Lavastrom hinab. Der Ascheregen könne noch bis zu 50 Kilometer vom Vulkan entfernt niedergehen, heißt es. Mehr als 500 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.
Der Vulkan ist rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt und ist einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Bei einem heftigen Ausbruch im Jahr 2018 kamen Hunderte Menschen ums Leben.
D-Day in Videos: Als die Alliierten auf den "Atlantikwall" trafen
Am 6. Juni 1944 starten die Alliierten die historisch größte Landungsoperation. 5300 Schiffe bringen 130.000 Soldaten über den Ärmelkanal nach Frankreich. Sie treffen auf den von den Nazis errichteten "Atlantikwall". Die einzigartige Militäroperation ist auf zahlreichen Videos festgehalten.
Auto fährt in Sitzbereich vor Eisdiele - fünf Verletzte
Ein Autofahrer hat laut Polizei in Friedrichstadt in Schleswig-Holstein die Kontrolle über seinen Wagen verloren und mehrere Passanten verletzt. Der Fahrer, Mitte 70, sei mit seinem Fahrzeug zunächst in die Bestuhlung vor einer Eisdiele gefahren und dann gegen einen Baum, sagt ein Polizeisprecher. "Dabei hat er fünf Passanten, die sich gerade in diesem Bereich befanden, verletzt - eine Person schwer mit Oberschenkel-Fraktur." Es bestehe aber keine Lebensgefahr. "Es war mit großer Sicherheit ein Unglücksfall." Man gehe von medizinischen Gründen für den Unfall aus, der Fahrer habe schon vorher gesundheitliche Probleme gehabt. Nach RTL-Informationen wurde auch er ins Krankenhaus gebracht.
Spektakulärer Fund: Halbe Tonne Kokain beschlagnahmt
Beim Entladen eines Containers im Duisburger Hafen haben Arbeiter Kokain-Päckchen entdeckt – zunächst waren es 55 Kilogramm Kokain. Als daraufhin Zollfahnder am Dienstag den ganzen Container kontrollierten, machten sie noch weitaus größere Funde: In der Ladung aus Brasilien waren mehr als 500 Kilogramm Kokain. Die Drogen hätten einen Straßenverkaufswert von mehr als 35 Millionen Euro gehabt, heißt es.
Ungarn verbietet LGBTQ-Symbole an Regierungsgebäuden
Kurz vor dem Beginn des Pride-Festivals in Budapest hat der ungarische Regierungschef Viktor Orban LGBTQ-Symbole an Regierungsgebäuden verboten. In dem Dekret steht, dass "Symbole, die auf unterschiedliche sexuelle und geschlechtliche Orientierungen oder die sie vertretenden politischen Bewegungen verweisen oder diese fördern, nicht an Gebäuden angebracht werden dürfen", die mit der Regierung oder der Zentralbank in Verbindung stehen. Kommunale Gebäude sind von dem Dekret nicht betroffen.
Orban schränkt seit Jahren unter dem Vorwand des "Kinderschutzes" die Rechte von LGBTQ-Menschen ein. In diesem Jahr hat seine Regierung eine Gesetzesänderung verabschiedet, die auf ein Verbot der jährlichen Pride-Parade abzielt. Die Parade ist der Höhepunkt des wochenlangen Budapest Pride Festivals. Sie soll trotz des Verbots am 28. Juni stattfinden.
Suchaktion im Fall Maddie: War Hinweis von Mithäftling von Christian B. Auslöser?
Was hat die Ermittler dazu veranlasst, im Fall Maddie diese Woche eine neue Suchaktion in Portugal durchzuführen? Die Aussage eines Mithäftlings des Sexualstraftäters Christian B. soll einer der Gründe sein, schreibt der "Spiegel". Demnach soll B. eingeräumt haben, er habe ein Kind entführt. Die Ermittler wollen sich zu den Hintergründen der Suchaktion derzeit nicht äußern. Auch bleibt unklar, ob etwas gefunden wurde. Die dreijährige Madeleine McCann aus Großbritannien war vor 18 Jahren aus einer Ferienanlage in Praia da Luz verschwunden. Deutsche Ermittler verdächtigen Christian B., sie entführt und ermordet zu haben. B. bestreitet das. Im Fall Maddie gibt es keine Anklage gegen ihn und es gilt die Unschuldsvermutung. Der 48-Jährige sitzt in Haft, weil er eine 72-jährige Amerikanerin in Praia da Luz vergewaltigte. Er könnte Anfang nächsten Jahres freikommen.
Polizei warnt vor aus Psychiatrie geflohenem Mann
Die Polizei fahndet nach einem Mann, der aus der Psychiatrie an der Bodensee-Insel Reichenau geflohen ist. Der 31-Jährige habe zuvor in der Einrichtung randaliert, sagt die Polizei. Sie warnt davor, den Mann anzusprechen. Er wird als gewalttätig beschrieben.
Wer ihn sieht, soll die Polizei rufen. Beschrieben wird er folgendermaßen: 1,70 Meter groß, schwarze kurze Haare, abgebrochene Zähne, anders als auf dem Fahndungsfoto trug er zuletzt keinen Bart. Weiter heißt es, der Mann spreche kein Deutsch. Eventuell trägt er eine dunkle Hose, ein dunkles T-Shirt und eine schwarze Jacke.
Aussprache mit Musk noch heute? Trump will jetzt nicht reden
Aus einem Telefonat mit Elon Musk wird heute wohl nichts mehr. US-Präsident Donald Trump hat beim Sender ABC gesagt, dass er "nicht besonders" interessiert sei an einem Gespräch mit dem Tech-Milliardär. Vorher hatte etwa das Nachrichtenportal Politico gemeldet, Mitarbeitende des Weißen Hauses hätten ein Telefonat angesetzt, um zwischen den beiden Frieden zu stiften. Danach gefragt, sagt Trump bei ABC: "Sie meinen den Mann, der seinen Verstand verloren hat?" Er sei "nicht besonders" daran interessiert, jetzt mit dem Tesla-Chef zu sprechen. Musk wolle zwar mit ihm reden, behauptet Trump, aber er sei nicht bereit dazu. Der Streit zwischen Musk und Trump hatte sich an einem Steuergesetz entzündet und ist zur öffentlichen Schlammschlacht eskaliert.
Hier fällt Pfingsten komplett ins Wasser
Ausgerechnet an den Feiertagen sieht das Wetter eher nach Herbst denn nach Sommer aus. Es wird kalt, nass und ungemütlich. In welchen Regionen es Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen gibt, berichtet ntv-Meteorologe Christian Häckl.
Bericht: Habeck übernimmt Aufgabe an US-Eliteuni
Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck soll eine neue Aufgabe haben. Der Focus meldet, dass der Grünen-Abgeordnete Gastdozent an der US-Eliteuni Berkeley in Kalifornien werde. Dem Bericht zufolge soll Habeck eine Vorlesungsreihe zum Thema Krisen halten – und zwar zusammen mit der Ökonomieprofessorin und Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier. Ob sich Habeck womöglich in näherer Zukunft aus der Politik zurückziehen wird, ist derzeit nicht bekannt.
Lachgas-Verbot für Jugendliche auf dem Weg
Lachgas ist seit einigen Jahren als Droge auf dem Vormarsch. Die Kartuschen sind leicht erhältlich – sogar an Automaten. Nun sind strengere Vorgaben in Sicht. In einem Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken steht, dass der Erwerb und Besitz von Lachgas für Kinder und Jugendliche verboten werden soll. Generell untersagt werden sollen der Online-Handel und der Kauf an Selbstbedienungsautomaten. Da die Chemikalien auch für andere Produkte wie Sprühsahne verwendet werden, sind Ausnahmen vom Verkaufsverbot vorgesehen. Lachgas sei kein harmloser Spaß, warnt Warken. Der Konsum aus einer Kartusche könne unter anderem das Lungengewebe verletzen und zu Bewusstlosigkeit führen.
Geplant ist außerdem, die Verfügbarkeit von K.o-Tropfen, die teils als "Vergewaltigungsdroge" genutzt werden, einzudämmen. Laut Entwurf sollen die Substanzen bezogen auf bestimmte Mengen künftig unter ein "Umgangsverbot" für neue psychoaktive Stoffe fallen. Der Gesetzentwurf muss noch vom Bundestag beschlossen werden.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ich halte Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden. Es grüßt Heidi Ulrich! Sie können mich über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen, wenn Sie zu "Der Tag" Hinweise haben.
Republikaner zerren Bidens Arzt in Kongress-Befragung
Der Vorsitzende des House Oversight Comittee James Comer hat den Arzt von Ex-Präsident Joe Biden vorgeladen, damit er noch in diesem Monat zu einer Befragung erscheint. Die Vorladung von Dr. Kevin O'Connor markiert eine neue Eskalation der Untersuchung zu Bidens geistiger Fitness während seiner Amtszeit, berichtet "Politico".
Der Arzt war bisher einer Aufforderung zu einer freiwilligen Befragung nicht nachgekommen. Er führte dafür rechtliche und ethische Gründe an und verwies auf die ärztliche Schweigepflicht.
Deutscher schmuggelt kiloweise Gold über die Grenze - und landet im Knast
Ein Deutscher ist in Norwegen zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil er rund elf Kilogramm Gold illegal ins Land gebracht hat. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete, wird zudem die Hälfte seines Goldes konfisziert.
Der Mann im Alter zwischen 60 und 70 Jahren war nach Angaben des Senders TV 2 im Februar 2024 in Kongsvinger nordöstlich von Oslo von Zollbeamten gestoppt worden, nachdem er an einem unbemannten Übergang von Schweden aus nach Norwegen eingereist war. In seinem Kofferraum fanden die Beamten demnach 11.065 Gramm Gold mit einem geschätzten Wert in Höhe von mehr als neun Millionen norwegischen Kronen, also umgerechnet knapp 800.000 Euro.
Nicht im Bundestag: Karl Lauterbach hat einen neuen Nebenjob
Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird neben seiner Tätigkeit im Bundestag Experte bei der WHO. Bei der Weltgesundheitsorganisation wird der SPD-Politiker nach eigenen Angaben unentgeltlich in einer Kommission für Klima und Gesundheit mitarbeiten.
Das Gremium, das am kommenden Mittwoch in der isländischen Hauptstadt Reykjavik ins Leben gerufen werden soll, wird nach Lauterbachs Angaben an einem Bericht zu den Folgen des Klimawandels für die Gesundheit arbeiten. Der "Spiegel" hatte zuerst darüber berichtet. "Der Klimawandel beschleunigt sich. Das Interesse in der Bevölkerung am Klimawandel geht aber weltweit und auch bei uns zurück. Ich glaube, dass sich das nur ändern wird unter der Bedingung, dass es uns gelingt, auch die gesundheitlichen Schäden und Folgen des Klimawandels darstellen zu können", sagte Lauterbach.
Mysteriöse Leuchtspuren erhellen Himmel
In Kasachstan, Kirgistan und bis nach Russland konnten Menschen jüngst glühende Streifen am Nachthimmel beobachten. Über die Ursache des Lichtphänomens wird gerätselt. Ein Raketenstart könnte den Vorfall erklären - doch es gab keinen offiziellen Start in der Region.
Juso-Chef schießt gegen Migrations-Pläne der schwarz-roten Regierung
Juso-Chef Philipp Türmer hat scharfe Kritik an den Plänen zur Aussetzung des Familiennachzugs geäußert, über die am Freitag der Bundestag debattiert. "Wir als Jusos halten das für falsch", sagte Türmer im Deutschlandfunk. Der eingeschlagene Kurs sei zudem schädlich für die Integration der Menschen, die bereits im Land seien. "Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass uns gerade dieser Familiennachzug total wichtig ist."
Der Bundestag befasst sich am Freitag mit einer Koalitionsvorlage zum Familiennachzug, die als weitere Maßnahme der neuen Bundesregierung zur Verschärfung der Migrationspolitik gilt. Die Vorlage aus dem CSU-geführten Bundesinnenministerium sieht vor, den Familiennachzug für Geflüchtete ohne anerkannten Asylstatus um zwei Jahre auszusetzen. Bislang werden monatlich tausend Visa für den Familiennachzug von sogenannten subsidiär Schutzberechtigten ausgegeben.
Touristenboot in Urlaubsparadies kentert - Passagiere in Panik
Vor der beliebten Urlaubsinsel Bali kommt es zu einer Havarie: Die Touristenfähre "Tanis" hat gerade abgelegt, da wird sie von einer Welle zum Kentern gebracht. Aufnahmen zeigen, wie Panik unter den 89 Passagieren ausbricht.
"Irreversible Schäden": Schamanen-Ritual endet tödlich
Tod beim Schamanen-Ritual: Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem ein US-Bürger im peruanischen Amazonasgebiet gestorben war. Das Opfer habe eine "Dekompensation" erlitten, die zu seinem Tod geführt habe, sagte Gerichtsmediziner Narciso López. Der 41-jährige Aaron Wayne Castronova sei am Montag in der nördlichen, an Brasilien grenzenden Region Loreto gestorben, nachdem er Ayahuasca getrunken habe.
Der Pflanzensud auf Lianenbasis kann bewusstseinserweiternd wirken und einen Trancezustand auslösen. López erklärte, Ayahuasca könne nicht nur zum Tod, sondern auch zu "bleibenden irreversiblen Schäden" führen.
"Sofort abschieben": Ex-Trump-Berater Bannon will Musk aus dem Land werfen
Der ultrarechte Steve Bannon und Elon Musk liegen bereits seit Langem über Kreuz wegen unterschiedlicher Ansichten beim Thema Migration. Der ehemalige Trump-Berater Bannon nutzt den aktuellen Zwist nun zu einem Schlag gegen den Tesla-Chef. "Sie sollten eine formelle Untersuchung seines Einwanderungsstatus einleiten, denn ich bin der festen Überzeugung, dass er ein Illegaler ist, und er sollte sofort aus dem Land abgeschoben werden", so Bannon.
Er insistiert zudem, dass das Weiße Haus gegen Musk wegen seines angeblichen Drogenkonsums ermitteln solle und dessen Sicherheitsfreigabe widerrufen werde.
"Lebenslange Reise": Michelle Obama berichtet Neues von Zeit im Weißen Haus
Michelle Obama bringt ein neues Buch heraus: Darin wird es um ihre Mode im Weißen Haus gehen. Die 61-Jährige, die während der beiden Amtszeiten ihres Mannes, Ex-US-Präsident Barack Obama, zwischen 2009 und 2017 First Lady war, will den Lesern und Leserinnen mit "The Look" einen Einblick geben, welche Outfits ihr während dieser Zeit am meisten bedeuteten und wie sie sich darin fühlte. Das Buch wird am 4. November 2025 veröffentlicht.
In einem auf Instagram geteilten Beitrag beschrieb Michelle Obama das Buch als "eine Reflexion über meine lebenslange Reise mit Mode, Haare und Schönheit". Darin finden sich demnach "einige der Outfits, die mir am meisten bedeutet haben, aber noch wichtiger sind die Momente, die ich in ihnen erlebt habe - große und kleine, persönliche und politische, historische und alltägliche - und die so unvergesslich waren wie die Kleider selbst", erklärte sie weiter über das Buch.
Bisher nicht bekannt: Merz überreichte Trump sportliches Geschenk
Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump nicht nur eine Kopie der Geburtsurkunde seines Großvaters als Gastgeschenk nach Washington mitgebracht, sondern auch einen Golfschläger mit eingravierten Flaggen Deutschlands und der USA. Das Bundespresseamt verbreitete ein Foto davon, auf dem zu sehen ist, wie Trump den Schläger sofort vor seinem Schreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses ausprobiert. Es ist ein Putter, der für das Einlochen verwendet wird.
Trump ist leidenschaftlicher Golfer und hat zum Beispiel schon mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb auf seinem Anwesen in Florida eine Runde gespielt. Seitdem haben die beiden einen besonders engen Draht zueinander. Auch Kanzler Merz spielt gelegentlich Golf.
"Waren nicht in der Lage ...": Mondmission scheitert
Das japanische Raumfahrtunternehmen Ispace ist erneut mit dem Versuch einer Mondlandung gescheitert. Ispace verlor kurz vor der geplanten Landung des Mondlanders "Resilience" den Kontakt zu dem Landegerät. Weil eine Wiederherstellung der Kommunikation als "unwahrscheinlich" eingestuft wurde, wurde die Mission abgebrochen, wie Ispace-Chef Takeshi Hakamada sagte.
Das Kontrollzentrum hatte während des Landeversuchs die Triebwerke aktiviert, um "Resilience" abzubremsen. "Wir konnten bestätigen, dass die Position des Landers fast die Vertikale erreichte", sagte Hakamada. Doch nach der geplanten Landezeit "waren wir nicht in der Lage Daten zu empfangen, die eine Landung bestätigen".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
gestern gingen die meisten Blicke nach Washington, auf Donald Trump und Friedrich Merz. Die Anspannung war groß, ob einer möglichen Eskalation im Weißen Haus. Stattdessen gab es warme Worte und Geschenke.
Doch ein anderer Konflikt eskalierte völlig: zwischen dem Präsidenten und Elon Musk. Wenige Tage nach dem Ende des Tesla-Chefs als Regierungsberater schlagen beide Seiten über Social Media aufeinander ein - und drohen sich. Der Streit dürfte sich auch am heutigen Freitag weiter fortsetzen.
Das wird heute sonst noch wichtig:
Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sprechen bei den Familienunternehmer-Tagen.
Der Bundestag berät erstmals über die geplante spätere Einführung des staatlichen Tierhaltungslogos für Fleisch im Supermarkt.
Im deutschen Parlament stehen auch das Thema Familiennachzug von Geflüchteten und Debatten zu Mindestlohn-Anträgen sowie eine aktuelle Stunde zum Klimaschutz auf der Tagesordnung.
Gedenken zum D-Day in der Normandie - mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Zahlen zu den deutschen Exporten im April.
Die Deutsche Bundesbank stellt die Wachstums- und Inflationsprognosen bis 2027 vor.
Bei den French Open stehen heute die Halbfinal-Spiele an. Jannik Sinner trifft im Stade Roland Garros auf Novak Djokovic und Titelverteidiger Carlos Alcaraz auf Lorenzo Musetti.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in den Tag!
Musk gibt Trump eine volle Breitseite - und bringt Amtsenthebung ins Spiel
Die "Bromance" zwischen Elon Musk und Donald Trump ist nur wenige Tage nach der Verabschiedung des Tesla-Chefs im Weißen Haus vorbei. Stattdessen zerlegen sich beide über Social Media und in Wortmeldungen. Im Mittelpunkt steht dabei Trumps "big beautiful bill" - welcher unter anderem massive Steuersenkungen vorsieht und damit das US-Haushaltsdefizit deutlich nach oben schraubt. Der bis vor wenigen Tagen noch für Einsparungen in der US-Administration verantwortliche Musk hält davon nichts.
Auf X bringt er nun eine neue Maßnahme gegen Trump ins Spiel: Amtsenthebung. Auf einen anderen Beitrag, in dem es darum ging, wer in einem Kampf zwischen Musk und Trump gewinnen würde - in dem auch die Amtsenthebung Trumps und die Ablösung durch Vizepräsident JD Vance gefordert wird -, antwortete Musk einfach: "Ja."
Migration als Ursache: Merz spricht von "importiertem Antisemitismus"
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht Migration als eine wichtige Ursache für Antisemitismus in Deutschland. Auf die Frage, was er in seinem Land tue, um Antisemitismus einzudämmen, antwortete Merz in einem Interview des US-Senders Fox News auf Englisch: Man tue alles, was man könne, um die Zahl antisemitischer Vorfälle zu reduzieren. "Wir verfolgen diejenigen, die gegen das Gesetz verstoßen, und offen gesagt, haben wir eine Art importierten Antisemitismus mit dieser großen Zahl von Migranten", die man seit 2015 in Deutschland habe.
Die Formulierung "importierter Antisemitismus" war vor einigen Monaten Thema bei der institutionell unabhängigen und ehrenamtlichen Aktion "Unwort des Jahres". Der Ausdruck suggeriere, dass Judenhass vor allem mit dem Zuzug von Migrantinnen und Migranten zum Problem geworden sei, hieß es zur Begründung. Der Begriff werde vor allem in rechten Kreisen verwendet, um Musliminnen und Muslime sowie Menschen mit Migrationsbiographie auszugrenzen "und vom eigenen Antisemitismus abzulenken", so die Jury.
Gericht blockiert Trumps Feldzug gegen Harvard
Ein Bundesgericht in den USA hat den von Präsident Donald Trump angekündigten Einreisestopp für fast alle ausländischen Staatsangehörigen, die an der Elite-Universität Harvard studieren wollen, vorerst blockiert. Bis zu einer Anhörung vor Gericht sollen die bislang geltenden Regeln aufrechterhalten werden, hieß es in der Begründung von Richterin Allison D. Burroughs.
Die Universität, die ihren Sitz in Cambridge im Bundesstaat Massachusetts hat, habe ausreichend nachgewiesen, dass sie andernfalls "einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Schaden erleiden" würde, argumentierte Burroughs. Der Stopp des Vorhabens gelte mit der Verkündung und sei bis zu einer weiteren Anordnung des Gerichts in Kraft.
Vier Tote bei Wohnungsbrand
Bei einem Brand in einem Wohngebäude der nordfranzösischen Stadt Reims sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Kind. Ein weiteres Kind galt zunächst als vermisst, wie die Behörden in der Nacht auf Freitag mitteilten. Zwei Erwachsene erlitten schwere Verletzungen.
Das Feuer war nach Angaben der Präfektur im vierten Stock des Wohngebäudes im Stadtteil Croix-Rouge ausgebrochen. Die Flammen griffen dann auf Wohnungen in darüber liegenden Stockwerke über.