Tödliche Schüsse in Stade: Mordkommission ermittelt
Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Todesopfern ermittelt die Polizei weiter zu Ablauf und Hintergründen der Tat. Nun hat sie dafür eine Mordkommission eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Taten aufgrund des Vorliegens von Mordmerkmalen, insbesondere Heimtücke und niederen Beweggründen, als sechsfachen Mord. Unter den sechs Toten sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover und drei der Jugendhilfeeinrichtung der Hansestadt. Hintergrund der tödlichen Attacke ist wohl möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Um das Tatgeschehen zu rekonstruieren, wertet die Polizei gerade vor allem Hinweise aus der Bevölkerung aus und bittet Zeugen weiter um Fotos und Videos, die etwas zur Aufklärung der tödlichen Schüsse in der Jugendhilfeeinrichtung beitragen können. Unterdessen ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen.
Die beiden verdächtigen Frauen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft hat keinen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Sowohl die 34 Jahre alte Mutter der gemeinsamen Tochter als auch die Begleiterin des 45-Jährigen mutmaßlichen Täters sind aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.
Mann schießt mit Schreckschusswaffe von Balkon
Ein Mann hat in Nordrhein-Westfalen für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt: Der 44-Jährige wurde von Anwohnerinnen und Anwohnern in Velbert-Langenberg (Kreis Mettmann) dabei beobachtet, wie er auf seinem Balkon mit einer Schreckschusswaffe hantierte - und schließlich Schüsse abgab. Polizisten umstellten das Gebäude und konnten nach mehreren Stunden Kontakt zu dem Mann in seiner Wohnung aufnehmen. Der 44-Jährige habe sich letztlich widerstandslos in Gewahrsam nehmen lassen, teilt die Polizei mit. Verletzt wurde demnach niemand.
Venezuela: Kleinkind sechs Tage nach Erdbeben lebend aus Trümmern gerettet
Was für eine Sensation und ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen in Venezuela: Sechs Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben ist ein Dreijähriger nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern gerettet worden. Der Junge habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilt der jordanische Zivilschutz mit. Suchmannschaften konnten laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez mehr als 6400 Menschen lebend aus den Trümmern retten.
Die zwei Beben hatten sich am Mittwoch vergangener Woche im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas ereignet. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab dutzende Nachbeben. Nach jüngsten offiziellen Angaben wurden mehr als 10.500 Menschen verletzt. Tausende Menschen werden nach UN-Angaben noch vermisst.