Der Tag
19. Mai 2026
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07:19 Uhr

Orban-Nachfolger Magyar reist zu Antrittsbesuch nach Polen und Österreich

Rund eineinhalb Wochen nach seiner Vereidigung reist der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar zu seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch nach Polen und Österreich. Mit der Reise will Magyar nach eigenem Bekunden eine engere Zusammenarbeit der mitteleuropäischen Staaten in der EU voranbringen. Insbesondere die Beziehungen zu Warschau, die wegen der Nähe seines Vorgängers Viktor Orban zu Moskau seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine belastet waren, will er dabei wiederbeleben.

Magyar hatte bereits vor seinem Amtsantritt vorgeschlagen, die Visegrad-Gruppe aus Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei mit dem sogenannten Austerlitz-Format aus Tschechien, der Slowakei und Österreich zusammenzuführen. Eine solche Allianz könne mehr Gewicht in der EU haben, etwa bei der Verteilung von Fördermitteln. "Die Völker Mitteleuropas sind gemeinsam stärker als getrennt", sagte Magyar vergangene Woche. In Polen will Magyar Präsident Karol Nawrocki und Regierungschef Donald Tusk treffen. Begleitet wird er von sechs Ministern, darunter Außenministerin Anita Orban. Der polnische Vize-Außenminister Ignacy Niemczycki sprach von der Hoffnung auf eine "loyalere" Zusammenarbeit mit der neuen ungarischen Regierung. Am Mittwochabend wird Magyar in Österreich erwartet. Bei den Gesprächen dort soll es unter anderem um wirtschaftliche Zusammenarbeit und Migrationspolitik gehen.

Orban-Nachfolger Magyar reist zu Antrittsbesuch nach Polen und Österreich
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

vor den entscheidenden Wochen für die Reformpläne der Koalition ist Bundeskanzler Friedrich Merz am Nachmittag zu Gast in der Bundestagsfraktion der SPD. Nach Angaben aus Kanzleramt und SPD ist vor der Diskussion mit den 120 Abgeordneten ein gemeinsames Statement des Regierungschefs und CDU-Vorsitzenden mit SPD-Fraktionschef Matthias Miersch vor Medienvertretern geplant. Nach Angaben aus der SPD-Fraktion ist es der erste Besuch von Merz in der SPD-Fraktion seit seiner Wahl zum Bundeskanzler vor gut einem Jahr.

US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran aus. Als Grund nannte er auf der Plattform Truth Social entsprechende Bitten von Golfstaaten. Es würden jetzt "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran stattfinden, schrieb der US-Präsident weiter. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Militärvertreter angewiesen, den Angriff nicht durchzuführen. Zugleich habe er ihnen befohlen, auf Abruf einen Großangriff auf den Iran zu starten, falls ein "akzeptables Abkommen nicht erreicht wird". Alle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

Was heute sonst noch wichtig wird:

  • Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump stattet nun auch Kremlchef Wladimir Putin China einen zweitägigen Besuch ab.

  • Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält bei einer feierlichen Zeremonie im Europaparlament den Europäischen Verdienstorden.

  • Das Europäische Parlament stimmt ab 12.30 Uhr darüber ab, ob sich die CSU-Vizevorsitzende und Europaabgeordnete Angelika Niebler Ermittlungen wegen Betrugsverdachts stellen muss.

  • Das Weltstrafgericht in Den Haag startet das Vorverfahren gegen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Libyen.

  • Sitzung des Nato-Militärausschusses in Brüssel. 

  • Die Konferenz "Energiesicherheit - Lehren aus der Ukraine" zur Sicherung der Energieinfrastruktur, findet unter anderem mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin statt.

  • Die Antragsplattform für die neue E-Auto-Förderung startet heute

Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!

Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

Medien: Trump-Regierung will bis zu 17.500 weiße Südafrikaner aufnehmen

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will einem Medienbericht zufolge die Obergrenze für die Aufnahme weißer südafrikanischer Flüchtlinge deutlich anheben. Für das Haushaltsjahr 2026 solle das Kontingent auf 17.500 Personen steigen, berichtet der Sender CNN am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf ein Dringlichkeitsschreiben an den Kongress. Das US-Präsidialamt in Washington nahm zu dem Bericht zunächst nicht Stellung.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im vergangenen Monat bereits berichtet, dass US-Vertreter über eine Ausweitung der bisherigen Obergrenze von 7500 um weitere 10.000 Plätze für Südafrikaner burischer Abstammung berieten. Kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2025 hatte Trump per Dekret die Neuansiedlung von europäischstämmigen Buren priorisiert. Er begründete dies damit, dass sie in dem mehrheitlich schwarzen Land rassistisch verfolgt würden. Die südafrikanische Regierung weist diese Vorwürfe vehement zurück.

Medien: Trump-Regierung will bis zu 17.500 weiße Südafrikaner aufnehmen
06:01 Uhr

Argentinische Forscher stellen nach Hantavirus-Ausbruch Fallen in Ushuaia auf

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" haben Wissenschaftler in der südargentinischen Stadt Ushuaia mit Untersuchungen an Nagetieren begonnen. Wie AFP-Journalisten berichten, stellten am Montag Biologen erste Fallen auf, um mögliche Träger des Virus zu fangen. Die "Hondius", auf der drei Menschen nach einer Hantavirus-Infektion starben, war am 1. April in Ushuaia an der Südspitze Argentiniens zu einer Atlantik-Kreuzfahrt aufgebrochen. Ein Team von Biologen aus Buenos Aires will nun über mehrere Tage an verschiedenen Orten auf der Insel Feuerland Nagetiere fangen und untersuchen, ob sie die Andes-Variante des Hantavirus tragen. Diese gilt als einziger Hantavirusstamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Am Montagabend stellten Biologen und Mitarbeiter des Nationalparks mit Masken und Handschuhen Dutzende kleine Metallkäfige auf Wegen außerhalb Ushuaias auf. Weitere Fallen wurden im Nationalpark Tierra del Fuego platziert, einem rund 70.000 Hektar großen Gebiet mit Wäldern, Seen und Bergen etwa 15 Kilometer von der Stadt entfernt. Wie aus Kreisen örtlicher Gesundheitsbehörden verlautete, sollen bis zu 150 Fallen aufgestellt werden. Die Behörden der Provinz Feuerland betonen, dass dort seit Einführung der Meldepflicht vor 30 Jahren kein Hantavirus-Fall registriert wurde. Auch örtliche Wissenschaftler halten es für wahrscheinlicher, dass sich die Infektionen an Bord der "Hondius" in einer anderen Region ereigneten. Zwei der Todesopfer, ein niederländisches Ehepaar, waren zuvor vier Monate lang in Argentinien sowie auch in Chile und Uruguay unterwegs gewesen.

Argentinische Forscher stellen nach Hantavirus-Ausbruch Fallen in Ushuaia auf