Das war Montag, der 13. Juli 2026
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. "Wir werden der Wächter der Meerenge", verkündet Trump. Aus Teheran folgt prompt eine Ablehnung: Dass die Vereinigten Staaten bei der Straße von Hormus eingreifen, werde man "unter keinen Umständen zulassen". Unterdessen werden iranische Häfen wieder blockiert. Nach den Worten Trumps wollen die USA die Straße von Hormus "übernehmen" und für die militärische Absicherung bezahlt werden. Der Präsident hatte bereits im Juni mit einer Art Maut für die Straße von Hormus gedroht, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Auf Truth Social präzisierte Trump, dass die USA für alle notwendigen Kosten zur Gewährleistung der Sicherheit "in diesem sehr unruhigen Teil der Welt" mit einem Satz von 20 Prozent auf alle verschifften Ladungen entschädigt werden wollten.
Das iranische Regime hat kein Interesse an einem stabilen Frieden mit den USA, sagt derweil Regionalexperte Philipp Dienstbier im Interview mit ntv.de. Das gilt vor allem für die Hardliner: "Die ökonomische Maschinerie der Revolutionsgarden ist für diese Gruppe ein großer Faktor", so Dienstbier. "Teilweise verdienen sie am illegalen Handel mit Öl und Gas. Das heißt, sie profitieren sogar von der prekären Lage ihres Landes." In Teheran glaube man, als Gewinner aus diesem Krieg hervorgegangen zu sein.
Außerdem möchte ich Ihnen noch diese Texte empfehlen:
"Die Russen stehen unter Zeitdruck" Ein Interview von Frauke Niemeyer
Schließt sich bald wieder der Eiserne Vorhang? Von Artur Weigand
Russische Geheimdienste hatten lange Wunschliste für ihre italienischen Agenten Von Andrea Affaticati
"Eine solch existenzielle Angst vor einem Wahlausgang habe ich noch nicht erlebt" Ein Interview von Hubertus Volmer
Auch Trump und Infantino werden den Fußball nicht zerstören Von Ben Redelings
Jürgen Klopp und die heikle Red-Bull-Frage Von Sebastian Schneider
Und damit wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend.
Wütender Bison wirbelt Tourist meterhoch durch die Luft
Ein Bison greift im Yellowstone-Nationalpark einen Besucher an und schleudert ihn mit voller Wucht durch die Luft. Der Mann wird verletzt. Immer wieder warnen Ranger davor, den Wildtieren zu nahe zu kommen.
Ruth Moschner macht sich stark gegen die AfD
Die Fernsehmoderatorin Ruth Moschner hat sich in einem Instagram-Post direkt an AfD-Anhänger unter ihren Fans gewandt. Sie zeige zwar Verständnis für deren Wunsch nach einem besseren, günstigeren Leben, schreibt Moschner. Zugleich kritisiert sie, dass AfD-Wähler dafür "rassistische, antisemitische, menschenfeindliche Pläne" in Kauf nähmen.
Die AfD habe nie beantwortet, von welchem Geld sie all das bezahlen wolle. "Das Vorhaben ist schlicht finanziell nicht realisierbar. Alle Zahlen lassen sich widerlegen." Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die AfD auch gegen ihre Anhänger wenden könnte, schreibt Moschner auf Instagram, wo die TV-Moderatorin gut 370.000 Follower hat: "Wer garantiert euch, dass ihr nicht die nächsten seid, die die AfD loswerden möchte. Menschenfeinde hassen Menschen. Dahinter steckt keine Logik." Die 50-Jährige hatte sich in der Vergangenheit für die Prüfung eines AfD-Verbots ausgesprochen. Moschner betonte zugleich, auch sie sei enttäuscht von den demokratischen Parteien. Auch sie glaube, dass dort intern nicht alle demokratisch handelten. "Menschenhass und Ausgrenzung werden aber niemals Wohnraum schaffen, sondern Krieg und Elend", betonte Moschner.
Epstein-Skandal: Aktivisten entrollen Banner im Thronsaal des Buckingham-Palasts
Aktivisten haben den Skandal um den früheren britischen Prinzen Andrew und den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in den Buckingham-Palast getragen. Mindestens zwei Personen entrollten im Thronsaal ein Plakat mit einem bekannten Foto von Andrew und Epstein sowie ein Banner mit der Aufschrift: "What did you know?" ("Was wusstet ihr?"). Auf Aufnahmen der Aktion sind mehrere Touristen zu sehen, die währenddessen im Saal standen.
Die verantwortliche Anti-Monarchie-Organisation Republic erklärte dazu, die Fragen zu Andrew "ins Herz des königlichen Haushalts" getragen zu haben. Über mögliche Festnahmen wurde zunächst nichts bekannt.
Steffi Grafs Bruder lebt als Nomade in der Wüste
Michael Graf, der jüngere Bruder der Tennis-Ikone Steffi Graf, hat sein bürgerliches Dasein aufgegeben. Nahe Las Vegas dokumentiert er seinen Alltag auf Facebook. Seine berühmte Schwester unterstützt ihn oft, doch er wählt einen anderen Weg.
Dackel beißt Kleinkind in Hamburg ins Gesicht
Ein Dackel hat einen zweieinhalb Jahre alten Jungen in Hamburg in das Gesicht gebissen. Das Kleinkind sei zu Besuch bei seinen Großeltern im Stadtteil Iserbrook gewesen, als deren Dackel zugeschnappt habe, sagte ein Mitarbeiter des Polizeilagezentrums.
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag. Der Junge wurde in eine Kinderklinik gebracht. Gefragt nach dem Gesundheitszustand des Jungen verwies der Mitarbeiter auf eine Bewertung der Feuerwehr. Demnach hat der Junge "keine massiven Gesichtsverletzungen" erlitten.
Evers ist neuer Spitzenkandidat der Berliner CDU
Berlins Finanzsenator Stefan Evers ist neuer Spitzenkandidat der Landes-CDU für die Abgeordnetenhauswahl. Der Landesvorstand wählte den 46-Jährigen am späten Nachmittag einstimmig. Die CDU-Kreisvorsitzenden hatten Evers am Freitag dafür vorgeschlagen.
Zuvor hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seinen Rückzug von der CDU-Spitzenkandidatur erklärt. Er zog damit die Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte um widersprüchliche und falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement nach einem mehrtägigen Stromausfall im Januar. Bis zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September sind es nur noch gut zwei Monate.
"Stern"-Recherche: Mindestens 42 Todesfälle im Polizeigewahrsam seit 2016
In den vergangenen zehn Jahren sind nach einem Bericht des "Stern" mindestens 42 Menschen in Deutschland im Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Das ergab eine Abfrage des Magazins bei allen Bundesländern. Die höchste Zahl verzeichnete demnach Baden-Württemberg mit neun Toten seit 2016, sechs Fälle gab es allein im Jahr 2019.
Laut dem Innenministerium in Stuttgart waren fast alle Menschen stark alkoholisiert. Dies sei meist auch der Grund für den Gewahrsam gewesen, berichtet das Magazin. Alle seien zuvor ärztlich untersucht worden - ein Arzt habe also bescheinigt, dass der medizinische Zustand eine Ingewahrsamnahme zuließ.
Trumps Vorzeigepool erlebt das nächste Debakel
Nur wenige Wochen nach der pompösen Wiedereröffnung wird der "Reflecting Pool" vor dem Lincoln Memorial schon wieder leergepumpt. Algen, beschädigte Beschichtung und neue Reparaturen machen Donald Trumps millionenschweres Prestigeprojekt zur Pannenserie.
Schlagzeilen zum Feierabend
Trump: Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein
Im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen Ländern solle ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Zugleich kündigte Trump an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter. Weitere Details blieben offen, etwa wer genau für den Beitrag aufkommen soll.
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BVG unterliegt im Rechtsstreit um Nius-Werbung
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen einem Gerichtsbeschluss zufolge die Werbekampagne des rechten Portals Nius fortsetzen. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Nius habe "Anspruch auf gleichen und diskriminierungsfreien Zugang zu den Werbeflächen der BVG", hieß es.
Nius hatte im April 2026 beim Werbeflächenvermarkter der BVG Werbung auf einem Doppeldeckerbus sowie in U-Bahnen gebucht, was für Proteste sorgte. Laut Gericht wurde in sozialen Medien dazu aufgerufen, Einrichtungen der BVG zu beschädigen und den Betriebsablauf zu stören. Der entsprechende Doppeldeckerbus wurde über mehrere Stunden von einem Plakatwagen mit Gegenslogans verfolgt.
Anfang Juni beendete die BVG die Werbekampagne und berief sich auf einen Post von Nius-Chefredakteur Julian Reichelt auf der Plattform X. Dieser sei "offensichtlich rechtswidrig", hieß es damals in einer Pressemitteilung.
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Ebola-Patient in Frankfurt zeigt erwartbare Symptome
Der in der Frankfurter Universitätsklinik angekommene Ebola-Patient ist nach Auskunft der behandelnden Mediziner stabil. Die Person befinde sich seit drei Uhr morgens in Frankfurt in Behandlung, sagte der Leiter der Sonderisolierstation, Timo Wolf.
Zu den konkreten Symptomen sowie persönlichen Angaben wie Alter und Geschlecht will sich die Klinik nicht äußern. Der Patient oder die Patientin zeige die Symptome, die man bei Ebola erwarten würde, hieß es lediglich. Die Krankheit sei seit der Ankunft nicht fortgeschritten. Auch zur Behandlung äußerte sich Wolf nur allgemein, die Person werde mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt und je nach Symptomen behandelt.
Für die Bevölkerung bestehe keinerlei Anlass zur Besorgnis, sagte Klinikdirektor Jürgen Graf. Wolf sagte, die Station habe mehrere Sicherheitsstufen, sodass nichts aus dem Krankenzimmer in die Umwelt gelangen könne. Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien vor Ansteckung geschützt.
Tote 15-Jährige gefunden, Mutter in U-Haft
Nach dem Fund einer toten 15-Jährigen in Hamburg hat ein Haftrichter Haftbefehl gegen deren 43-jährige Mutter erlassen. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft, wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte. Die Jugendliche wohnte nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler in einer Jugendwohnung. Sie sei von einer Betreuerin der Einrichtung am Samstagabend als vermisst gemeldet worden, nachdem sie nicht wie vereinbart von einem Aufenthalt bei ihrer Mutter zurückgekehrt war.
Beamte fanden die 15-Jährige in der Wohnung der Mutter im Stadtteil Bramfeld leblos in ihrem Kinderzimmer. Sie wies nach Polizeiangaben Spuren massiver Gewalteinwirkung auf. Die 43-Jährige, die nach Angaben der Polizei möglicherweise psychisch erkrankt sein könnte, wurde daraufhin vorläufig festgenommen.
Sommerhitze: Wann Smartphones zur Brandgefahr werden
Schon ab 35 Grad Außentemperatur leiden die Batterien von Smartphones und Notebooks. Im schlimmsten Fall kann sich der Akku aufblähen, was ein seltenes, aber reales Risiko darstellt. Bestimmte Verhaltensweisen sollten daher unbedingt vermieden werden.
Marius Borg Høiby kommt aus U-Haft – Hausarrest mit Fußfessel angeordnet
Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, kommt aus der Haft frei, muss aber in den Hausarrest. Das zuständige Gericht in Oslo habe entschieden, die Untersuchungshaft bleibe für weitere vier Wochen bestehen, der 29-Jährige könne sie aber mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest verbringen, meldete der Sender NRK. Die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein. Sie hatte eine Verlängerung der U-Haft um vier Wochen gefordert.
Høiby war im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie Gewalt gegen eine Ex-Freundin.
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Schichtwechsel
Meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle und begleite Sie bis in den späten Abend durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@ntv.de.
Preise für Flugreisen steigen deutlich
Urlauberinnen und Urlauber mussten im ersten Halbjahr für Flugtickets und Pauschalreisen deutlich tiefer in die Tasche greifen. So verteuerten sich die Flüge in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 durchschnittlich um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Preise für Pauschalreisen stiegen moderater: Ins Ausland waren sie 3,0 Prozent teurer und zu deutschen Zielen mussten 2,8 Prozent mehr gezahlt werden.
Bei den Preisen für Auslandsflüge in der Economy-Class gab es mit einem Plus von 12,5 Prozent den höchsten Anstieg bei Flügen nach Mittelamerika, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Flüge ins europäische Ausland kosteten rund 11,5 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.
Rassismusvorwurf gegen Andrea Kiewel - ZDF reagiert
Was als leichter, bunter Beitrag begann, endet in einer hitzigen Rassismusdebatte: Im ZDF-Fernsehgarten zeigten zwei Sammlerinnen Moderatorin Andrea Kiewel eine Reihe an Pokémon-Karten, darunter ein Kartenset in verschiedenen Sprachen. Beim Betrachten einer japanischen Karte sagte die Moderatorin "Chinesisch", gefolgt von "Ching Chong Chaang". Nutzer in sozialen Medien reagierten empört - sie warfen Kiewel unter anderem in den Kommentaren eines Instagram-Beitrags der Sendung Rassismus vor.
Inzwischen reagierte das ZDF: "Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint", teilte der Sender in Mainz mit. "Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür."
AfD: Ex-Fraktionschef in Niedersachsen ausgeschlossen
Der frühere niedersächsische AfD-Fraktionschef Stefan Marzischewski-Drewes wird aus der Landtagsfraktion ausgeschlossen. Der 60-Jährige sei aus der Partei ausgetreten und könne laut Satzung damit auch nicht mehr Mitglied der Fraktion sein, teilte sein Nachfolger Klaus Wichmann mit. Marzischewski-Drewes selbst erklärte, er sei weder aus der Partei noch aus der Fraktion aktiv ausgetreten. Nach dpa-Informationen erlosch seine Mitgliedschaft wegen ausstehender Mandatsträgerabgaben. Die Fraktion forderte ihn auf, sein Landtagsmandat niederzulegen. Er habe es "als AfD-Mitglied und im Vertrauen unserer Mitglieder" erworben, sagte Wichmann. Marzischewski-Drewes könnte aber auch als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag bleiben.
EU stärkt Rechte: Entschädigung für Fluggäste wird einfacher
Bei verspäteten oder gestrichenen Flügen sollen Reisende in der EU künftig leichter ihre Rechte geltend machen können. Dafür gaben die EU-Länder in Brüssel das finale grüne Licht. Die Regeln sind voraussichtlich ab Mitte 2027 verbindlich. Fluggesellschaften können sie bereits früher umsetzen.
Haben Passagiere einen Anspruch auf Ausgleich, muss die Fluggesellschaft sie innerhalb von vier Tagen nach der Ankunft elektronisch darüber informieren und ihnen erklären, wie sie die Entschädigung beantragen können. Die Verbraucher haben dann neun Monate Zeit, dies zu machen. Die Airline muss daraufhin wiederum innerhalb von 30 Tagen auszahlen oder den Reisenden mitteilen, warum sie in diesem Fall keine Entschädigung zahlt. Solche Fristen gab es in der Verordnung bisher nicht.
CDU-Politiker Bareiß bei schwerem Verkehrsunfall verletzt
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß aus Balingen in Baden-Württemberg ist bei einem schweren Autounfall verletzt worden. Das berichtete zunächst die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf mehrere Quellen aus CDU-Kreisen. Demnach stieß der Wagen des 51-Jährigen auf der B 27 bei Hechingen mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Daraufhin wurde der Politiker laut Bericht in seinem Wagen eingeklemmt. Einsatzkräfte hätten ihn aus dem Wrack befreien müssen.
Das Bundeswirtschaftsministerium reagierte mit großer Betroffenheit. Ministerin Katherina Reiche beteuerte ihre Anteilnahme. Inzwischen heißt es auf dem offiziellen Account des Politikers auf Instagram: "Familie und Freunde sind dankbar, dass er einen großen Schutzengel an seiner Seite hatte." Bareiß sei ansprechbar und habe keine lebensbedrohlichen Verletzungen.
Social Media: EU-Experten für Zugangsbeschränkung bis 13
Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. Die Nutzung sozialer Medien und anderer digitaler Dienste sollte bis zu dieser Altersgrenze nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext sowie zeitlich begrenzt erfolgen, heißt es in einem in Brüssel vorgestellten Bericht.
Von der Leyen will sich bei einem EU-weiten Mindestalter an den Empfehlungen des Expertengremiums orientieren. Im September will sie ankündigen, wie sie die Empfehlungen in EU-Gesetze umsetzen will.
"Vom Stuhl geschubst": Streit bei AfD-Versammlung eskaliert
Bei der Landesvertreterversammlung der AfD Nordrhein-Westfalen in Marl ist am Wochenende offenbar ein Streit zwischen Parteikollegen eskaliert. Wie "The Pioneer" berichtete, wirft der umstrittene AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich seinem Kollegen Knuth Meyer-Soltau vor, handgreiflich geworden zu sein. "Er hat mich beschimpft und vom Stuhl geschubst", sagte Helferich dem Medium. Er kündigte demnach an, Strafanzeige zu erstatten. Meyer-Soltau bestritt den Vorwurf. Hintergrund des Streits soll der Machtkampf zwischen dem bürgerlich auftretenden AfD-Mann Martin Vincentz und dem Rechtsaußen-Lager um Helferich gewesen sein.
Lebenslange Haft für IS-Mitglied in Münchner Völkermordprozess
In einem Völkermordprozess hat das Oberlandesgericht München einen aus dem Irak stammenden Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine frühere Partnerin erhielt eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die zuletzt in Deutschland lebenden Angeklagten als Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zwei jesidische Mädchen versklavt und vergewaltigt hatten.
Der IS beging gezielt schwerste Verbrechen an Mitgliedern der Religionsgemeinschaft der Jesiden, was von der Bundesrepublik Deutschland als Völkermord eingestuft wird. Der Vorsitzende Richter Philipp Stoll sagte, mit dem Prozess sei es auch darum gegangen, dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen.
Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen Anschlägen in Deutschland
Nach der Veröffentlichung einer iranischen "Vergeltungsliste" mit unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz warnen Sicherheitspolitiker vor Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland. "Ich gehe davon aus, dass das Terrorregime bereits seit geraumer Zeit gezielte Tötungen und Terroranschläge im Westen und auch in Deutschland plant und vorbereitet", sagte etwa der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter dem "Handelsblatt". Das Risiko sei groß, "dass iranische Dienste und ihre Netzwerke auch in Deutschland Anschläge verüben".
Vielerorts über 30 Grad - nur vereinzelt bleibt es mild
Das Wetter in Deutschland startet diese Woche von Norden bis Süden sommerlich. Besonders heiß wird es im Südwesten, teils klettern die Temperaturen hier auf bis zu 35 Grad. Durch die anhaltende Trockenheit besteht vor allem im Süden und in der Mitte des Landes eine hohe Waldbrandgefahr. In einzelnen Regionen, beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet, Saarland, der Pfalz und der Eifel, gilt bereits die vierte von fünf Warnstufen.
"Jurassic Park"-Star Sam Neill ist tot
Der aus dem Kinohit "Jurassic Park" bekannte neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist tot. Neill sei am heutigen Montag im Alter von 78 Jahren im Kreise seiner Familie in Australien gestorben, teilten seine Angehörigen mit. Demnach war sein Tod "plötzlich und unerwartet". In der Mitteilung der Familie hieß es zudem, dass der Star "krebsfrei" gewesen sei.
Günther Jauch feiert runden Geburtstag
Er kommentierte Fußballspiele, machte Politiksendungen, führte durch Unterhaltungsshows und moderierte außerdem fast 900 Mal die Sendung "Stern TV". Doch die größte Beliebtheit brachte Günther Jauch die RTL-Show "Wer wird Millionär?" ein. Seit mittlerweile fast 27 Jahren moderiert er die Sendung in der ihm eigenen bescheiden-klugen Art. Heute wird Deutschlands bekanntester Quizmaster 70 Jahre alt.
Geboren wurde Jauch am 13. Juli 1956 in Münster, ab dem dritten Lebensjahr wuchs er in Berlin auf. Sein Vater Ernst-Alfred Jauch war ein katholischer Journalist und Publizist. Über das Wirken seines Sohns ist vom Vater ein spöttisches Zitat überliefert: "Was Günther macht, verstehe ich zwar nicht, aber es wird wohl gut bezahlt - kein Mensch weiß, warum."
Jeder Dritte kämpft bei Hitze mit gesundheitlichen Problemen
Rund jede dritte Person in Deutschland hat bereits gesundheitliche Probleme durch Hitze gehabt. Das seien mehr Menschen als in den Vorjahren gewesen, erklärte die Krankenkasse DAK-Gesundheit, die eine entsprechende Umfrage in Auftrag gegeben hat. Zu den häufigsten Beschwerden gehörten Müdigkeit und Abgeschlagenheit (71 Prozent) sowie Schlafprobleme (68 Prozent). Außerdem gab jeweils mehr als die Hälfte der Menschen mit Gesundheitsbeschwerden an, unter Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent) gelitten zu haben. Schwindel (32 Prozent) und Appetitlosigkeit (27 Prozent) traten ebenfalls auf, einige Menschen (7 Prozent) klagten auch über Verwirrtheit.
Auffällig ist: Es gaben unterm Strich mehr Frauen an, unter der Hitze zu leiden, als Männer. Unter den befragten Frauen erklärten 40 Prozent, belastet zu sein - der Wert liegt fast doppelt so hoch wie bei den Männern (21 Prozent). Für den Hitzereport der DAK-Gesundheit wurden 1.519 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren vom Forsa-Institut online befragt. Die repräsentative Erhebung wurde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 durchgeführt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
in Paris kommt heute die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützern der Ukraine zu Beratungen zusammen. Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Experten überreichen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen um 10 Uhr einen Bericht mit wegweisenden Ratschlägen zur möglichen Einführung eines Mindestalters für soziale Netzwerke. Die Empfehlungen könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche entscheidend sein.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran flammt wieder auf. Die jüngste Angriffswelle sei zwar beendet, teilte das US-Militär mit. Doch eine Einigung zwischen den Konfliktparteien ist nicht in Sicht. Weitere Angriffe könnten folgen.
Nach dem nächtlichen Feuerinferno in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok mit Dutzenden Toten und Verletzten läuft die Suche nach der Ursache der Katastrophe. Denn was den Brand ausgelöst hat, ist bislang unklar.
Die neuen Rechte für Fluggäste in der EU nehmen absehbar die letzte Hürde, bevor sie in Kraft treten. Minister der EU-Staaten werden voraussichtlich die Änderung billigen, die nicht nur Familien und Menschen mit Behinderung Vorteile bringen soll.
Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet um 12:30 Uhr eine neue Einrichtung der Universität Köln zur Ausbildung von Fachkräften für Politik und Verwaltung. Die Einrichtung trägt den Namen "Adenauer School of Government". Die Studentenvertretung Asta hat eine Demonstration gegen den Besuch von Merz mit 1000 Teilnehmern angemeldet.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
Feuerfontäne schießt aus Lokal - Besucher laufen in Falle
Die Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Bangkok laufen auf Hochtouren. In der Nacht zu Montag war gegen Mitternacht (Ortszeit) in dem Lokal Rong Beer Na Ladprao im Stadtteil Ladprao im Norden der Millionenmetropole ein Feuer ausgebrochen. Mindestens 27 Menschen starben, mehr als 60 wurden teils schwer verletzt. Die meisten sollen an Rauchvergiftungen gestorben sein. Was die Ursache für den Brand war, ist bislang unklar. Nun zeigen Aufnahmen von Feuerwehrleuten dramatische Szenen aus dem Inneren - und Augenzeugen schildern das Inferno.
"Unschätzbarer Wert": Königliche Grabschätze in Litauen wiederentdeckt
Spektakulärer Grabfund in Litauen: Fast 90 Jahre nachdem sie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs versteckt wurden, sind königliche Insignien aus dem 16. Jahrhundert gefunden worden. Die wertvollen Grabbeigaben litauisch-polnischer und österreichischer Herrscher wurden in der Krypta der Kathedrale von Vilnius entdeckt. "Die wiederentdeckten Artefakte sind von unschätzbarem Wert", sagte die Kunsthistorikerin Giedre Mickunaite in Vilnius. Sie ist die Kuratorin der neu eröffneten Ausstellung "Hidden Within" im Museum des kirchlichen Erbes, in der die kostbaren Relikte bis zum 30. Januar 2027 der Öffentlichkeit präsentiert werden.
"Ich arbeite hier schon lange, seit über zehn Jahren. Und ich bin bestimmt 5.000 Mal an diesem Versteck vorbeigegangen. Aber ich hätte dort nicht einmal angehalten und gesucht, weil sich nichts in diesem Korridor befand", sagte Alina Pavasaryte von der Museumsverwaltung bei einem Rundgang durch die Krypten. "Sie waren wirklich gut versteckt".
Zahl der Toten bei Waldbrand in Spanien steigt auf 13
Die Zahl der Toten des verheerenden Waldbrands in Südspanien ist auf 13 gestiegen. Eine 93-jährige Britin sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, erklärten Behördenvertreter der Region Andalusien. Zuvor hatte die Zahl der Toten des Waldbrandes bei zwölf gelegen. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos in der andalusischen Provinz Almería ausgebrochen und hatte etwa 7000 Hektar Land niedergebrannt. Etwa 1500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen. Auch unter den weiteren Todesopfern sind nach Angaben der Behörden möglicherweise viele Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. In der Gegend leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten.