Der TagDesaströse Kritiken, aber Rang 3 in den Kinocharts: Alles zum Start von "Melania"
Was war das für ein Riesen-Bohei um den "Dokumentarfilm" über die First Lady der USA, Melania Trump? PR-Veranstaltung, substanzlos im Inhalt, fragwürdiger Regisseur, ein Teil des Filmteams, der nicht im Abspann namentlich genannt werden will und, und, und. Nach dem Startwochenende ist nun klar, dass "Melania" relativ manierlich an den US-Kassen gestartet ist. Laut Boxofficemojo legte der Film etwa den siebtbesten Start in der Kategorie "Dokumentarfilm" hin. Gut 7,1 Millionen US-Dollar spielte er von Freitag bis Sonntag ein und landete damit auf Rang 3. der US-Kinocharts. Das ist weniger desaströs als angenommen.
Allerdings war es vor allem der Starttag am Freitag, der positiv zu bewerten ist. Am Wochenende darauf gingen die Zuschauerzahlen bereits deutlich gegenüber dem Premierentag zurück. Zudem startete der Film mit 1778 Kinos in vergleichsweise vielen Lichtspielhäusern - zumindest für einen Dokumentarfilm. Damit "Melania" angesichts des Megabudgets von 40 Millionen Dollar Produktions- und 35 Millionen Dollar Promotionkosten als monetärer Erfolg gewertet werden kann, müsste er etwa 100 Millionen Dollar einspielen. Das dürfte allerdings illusorisch sein. Zumal das Interesse außerhalb der USA nicht der Rede wert ist. 28 Millionen Dollar sollen übrigens an Melania selbst geflossen sein. Ihr Film hat selbst davon erst ein Viertel eingespielt.