Der TagDie Beatles - wie aus der Gurkentruppe ein Phänomen wurde

"Man darf sich da keine Illusionen machen. Als die Band seinerzeit nach Hamburg kam, war sie eine Rock-'n'-Roll-Tanzkappelle, wie man sie zum Beispiel für Hochzeiten buchte. Nicht besonders gut. Das Engagement war eher ein Zufall - für ihren Manager waren sie dritte Wahl, für andere Musiker eine Gurkentruppe", so Podcast-Host Ocke Bandixen. Tatsächlich sind die ersten Monate frei von Glamour: Die Beatles "wohnen" in einem Kino, in zwei fensterlosen Räumen neben den Toiletten. Die Bezahlung ist mies, zu den Auftritten kommen kaum Leute, der Club-Chef ist genervt.
Warum also haben die Beatles nicht einfach hingeschmissen? Und wie konnte es passieren, dass die Band nur zweieinhalb Jahre nach der enttäuschenden Performance im Indra ihren ersten Nummer-1-Hit landen und kurz darauf weltberühmt sind? Diese Fragen beantwortet ein neuer Storytelling-Podcast. "Becoming The Beatles - die Hamburger Jahre" nimmt die Hörerinnen und Hörer mit auf eine Zeitreise in die 1960er Jahre. Auf die Reeperbahn und in die dunklen Seitengassen. In die ersten Rock'n'Roll-Clubs, die die jungen Leute magisch anziehen. Es geht um harte Jungs und wunderbare Freundschaften, um Intrigen, Enttäuschungen und tragische Ereignisse, um Hoffnung und die Macht der Musik.
Podcast-Host Ocke Bandixen spricht mit Freunden und Weggefährten der Band, etwa mit dem Musiker und Grafiker Klaus Voormann, der bei den ersten Auftritten der Band dabei war und seitdem mit den Beatles befreundet ist. Genau wie die legendäre Kiez-Wirtin Rosi Sheridan-McGinnity. "John Lennon hatte 'ne ganz feine Art", sagt sie, "und Paul war die Sonne. Der konnte alles singen."