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Der TagDie einen fordern Özoguz' Rücktritt, die anderen stellen sie auf

21.10.2024, 11:29 Uhr

Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoguz steht wegen eines geteilten Instagram-Beitrags zum Gaza-Krieg in der Kritik. Ihre Entschuldigung reicht Kritikern nicht aus. Israels Botschafter Ron Prosor fordert eine Erklärung von Özoguz: "Frau Özoguz will "Brücken in der Gesellschaft" bauen, aber im Netz macht sie Stimmung gegen den einzigen jüdischen Staat", so Prosor in der "Bild"-Zeitung. "Es wäre wünschenswert, wenn sie uns allen erklärt, was sie wirklich meint, wenn sie von Zionismus spricht. Nach ihren wiederholten Entgleisungen muss sie jetzt Farbe bekennen." Özoguz entschuldigte sich für den Post.

Ihre Parteigenossen hingegen glauben an Özoguz: Der Vorsitzende des SPD-Kreises Wandsbek, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel , sagt in der "Bild"-Zeitung, dass der Post zwar ein Fehler war, aber "Aydan Özoğuz hat sich glaubhaft entschuldigt. Die SPD Wandsbek hält an ihr fest." Heißt: Die Polit-Karriere von Özoguz soll weitergehen. Denn Özoguz will auch in der kommenden Legislaturperiode wieder in den Bundestag. Sie ist bereits einstimmig vom Wandsbeker Kreisvorstand nominiert worden.

Quelle: ntv.de