Der Tag

Der TagDieser Mann will CNN vor Trump-Freunden retten

06.05.2026, 08:56 Uhr
Barry-Diller-Chairperson-of-IAC-arrives-for-the-annual-Allen-and-Co-Sun-Valley-Media-and-Technology-Conference-at-the-Sun-Valley-Resort-in-Sun-Valley-Idaho-U-S-July-9-2024
Der 84-jährige Barry Diller möchte CNN kaufen. (Foto: REUTERS)

Am 23. April stimmen Aktionäre des Medienriesen Warner Bros. Discovery der Übernahme durch den Hollywood-Rivalen Paramount zu. So weit, so gut. Doch Paramount wird von dem Sohn des Trump-nahen Tech-Milliardärs Larry Ellison, dem Filmproduzenten David Ellison geführt. Das Schicksal des zu Warner gehörenden Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet wird, ist daher ungewiss. Trump-Kritiker befürchten nämlich, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Unbegründet ist die Sorge nicht: Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an.

Jetzt eröffnet sich womöglich ein Ausweg für CNN: Der Medienmanager Barry Diller sagte am Dienstag bei einem Auftritt auf dem "Future of Everything"-Festival des "Wall Street Journal" (WSJ), er würde CNN kaufen. "Absolut, ich würde es heute Nacht und morgen Nacht tun", sagte er. "Bevor sie es noch weiter ruinieren. Hoffentlich bevor es ausstirbt - was, ich meine, das wird nicht passieren." Diller, der Vorsitzende des Medienkonglomerats IAC ist, sagte weiter, CNN sei "so reif" für Innovationen, die der Sender seiner Ansicht nach seit fast zehn Jahren nicht erlebt habe. Obwohl CNN einige Investitionen unternommen habe, um das Geschäft in eine digitale Plattform zu verwandeln, glaube er, dass das Sendeangebot mehr Investitionen benötige. Viele, darunter auch Diller, erwarten, dass Ellison CNN mit dem Nachrichtengeschäft von CBS zusammenlegen wird. Bereits im Januar berichtete das WSJ, dass Diller im vergangenen Jahr Warner wegen eines möglichen Deals für CNN angesprochen habe. Eine Reaktion von den beteiligten Unternehmen liegt dazu nicht vor.

Quelle: ntv.de