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Der Tag Diözese Limburg fällt über Kardinal Woelki her

Im Streit um den Umgang des Kölner Erzbistums mit dem Missbrauchsskandal wächst auch innerkirchlich der Druck auf Kardinal Rainer Maria Woelki. Das Präsidium der Diözesanversammlung des Bistums Limburg erklärte, es blicke "mit großer Sorge" auf die Vorgänge in Köln, "auf den dort um sich greifenden Vertrauensverlust und die zunehmende Schwierigkeit der Ausübung des Amtes" durch Woelki. Seit der für Spätherbst 2020 geplanten und kurzfristig verschobenen Veröffentlichung des unabhängigen Gutachtens zu sexuellem Missbrauch komme das Erzbistum Köln nicht zur Ruhe, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der Diözesanversammlung, dem höchsten beschlussfassenden Gremium in der Diözese Limburg.

  • Transparenz, Offenheit und schonungsloser Aufklärungswille, wie von der Deutschen Bischofskonferenz angekündigt, sei in Köln nicht erkennbar.
  • "Der Umgang mit dem Kölner Betroffenenbeirat und dessen zu vermutender Instrumentalisierung bei der Verhinderung der Veröffentlichung des Gutachtens beschämen uns", hieß es in der Erklärung.
  • "Ebenfalls kann es nicht angehen, dass erwiesene Täter geschützt, Mitwisser geschont, Vorfälle verharmlost und Kritiker der Bistumsleitung eingeschüchtert werden."

Apropos Splitter im Auge des Bruders (Matthäus 7,3): Das Bistum Limburg darf selbst als äußerst Skandal erfahren gelten. Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst geriet mit seinem 31 Millionen Euro teuren Dienst- und Wohnsitz als "Protz-Bischof" in die Schlagzeilen. Papst Franziskus entließ ihn im März 2014 aus seinem Amt.

Quelle: ntv.de

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