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Der TagDispozinsen: Banken verlangen teils mehr als 15 Prozent

10.10.2023, 08:08 Uhr
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Angesichts der starken Preissteigerungen dürften mehr Menschen mit ihrem Geld nicht mehr hinkommen und mal ins Dispo rutschen. (Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn)

Wer mit seinem Konto schon mal im Minus gelandet ist, weiß: Das sollte nicht lange so bleiben. Banken verlangen meist saftige Dispozinsen. Und die sind zuletzt nochmal gestiegen: Mehr als 15 Prozent Zinsen verlangen einige Kreditinstitute der Zeitschrift "Finanztest" zufolge inzwischen für Dispokredite. "Mehr als 15 Prozent, die wir bei 18 Kontomodellen gefunden haben, finde ich richtig krass", sagte "Finanztest"-Expertin Heike Nicodemus von der Stiftung Warentest. Im Durchschnitt liegen die Zinsen, die Geldhäuser für die geduldete Überziehung des Girokontos erheben, inzwischen bei etwa 12 Prozent (Stand 6. Oktober). Ende 2022 waren es bei 176 ausgewerteten Banken und Sparkassen im Schnitt noch 9,94 Prozent. "Viele Kreditinstitute haben zum 1. Oktober nochmal nachgelegt", berichtete Nicodemus. Wer ein Girokonto hat, kann es mit Zustimmung der Bank in der Regel bis zu einer festgelegten Summe überziehen und zahlt dafür Zinsen.

Mit bis zu 10 Prozent ist ein Dispozins aus Sicht von Stiftung Warentest vergleichsweise günstig. "Teuer ist alles ab 13 Prozent, insbesondere für Menschen, die sehr häufig den Dispo in Anspruch nehmen", sagt Nicodemus. Insgesamt reicht die Spanne von 3,54 Prozent bis 15,57 Prozent.

Quelle: ntv.de