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Der TagDrängeln, ausbremsen, schimpfen: Aggression in deutschem Straßenverkehr nimmt zu

17.08.2026, 11:51 Uhr

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber es gibt Situationen, da rege ich mich über andere Verkehrsteilnehmende sehr auf. Dann schimpfe ich kurz vor mich hin und dann ist die Sache - meistens - wieder gut. Es gibt jedoch Menschen, die belassen es nicht bei stillem Groll, sondern tragen ihre Aggression offen im Straßenverkehr aus. Aus einer heute vorgestellten Langzeitstudie der Unfallforschung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht hervor, dass die Aggressivität auf Deutschlands Straßen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Demnach verschlechterten sich beinahe alle erhobenen Werte zur Messung von aggressivem Verhalten. Der Trend halte bereits seit etwa zehn Jahren an.

"Jeder zweite Autofahrende muss sich sofort abreagieren, wenn er sich über andere ärgert", erklärte die Leiterin der GDV-Unfallforschung, Kirstin Zeidler, zu den Ergebnissen. 47 Prozent der Autofahrer drängelten den Daten zufolge (2023 waren es 36 Prozent), wenn der Verkehr ihnen zu langsam erschien. 32 Prozent scherten nach dem Überholen so dicht ein, dass andere Fahrzeuge bremsen mussten. 2023 war es noch ein knappes Viertel gewesen. Auch bei Radfahrerinnen und Radfahrern deutet die Umfrage auf ein zunehmend aggressives Verkehrsverhalten hin. 43 Prozent von ihnen erzwingen demnach hin und wieder die Vorfahrt - nach 28 Prozent bei der Umfrage aus dem Jahr 2023. Besonders die Selbstwahrnehmung lässt laut den Studienergebnissen zu wünschen übrig. So gaben 92 Prozent aller Studienteilnehmenden von sich an, Radfahrer besonders vorsichtig zu überholen. Gleichzeitig gaben 86 Prozent an, zu enge Überholmanöver bei anderen Fahrern zu beobachten.

Quelle: ntv.de