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Der TagEU-Experten schlagen Alarm: Mehr Drogen, mehr Gewalt, mehr Korruption

14.06.2022, 12:18 Uhr

Zahlreiche Drogen sind in Europa mehr denn je im Umlauf. "Besonders besorgniserregend ist, dass die Partnerschaften zwischen europäischen und internationalen kriminellen Netzwerken zu einer Rekordverfügbarkeit von Kokain und zur Herstellung von Methamphetamin im industriellen Maßstab in Europa geführt haben", sagte die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, bei der Präsentation des Jahresberichts der Drogenbeobachtungsstelle der Europäischen Union (EMCDDA) mit Sitz in Lissabon. Diese Entwicklung berge die Gefahr eines erhöhten Konsums und größerer Schäden. "Etablierte Drogen waren noch nie so leicht zugänglich wie jetzt und es tauchen weiterhin potente neue Substanzen auf", betonte auch EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel.

Hinzu komme, dass heutzutage jeder - direkt oder indirekt und in irgendeiner Form - von den Folgen der "komplexeren Lage" betroffen sei. "Dazu gehören schutzbedürftige junge Menschen, die für Straftaten rekrutiert werden, eine erhöhte Belastung der Gesundheitshaushalte und die Kosten für die Gemeinschaften, die sich unsicher fühlen oder in denen die Institutionen durch Korruption und Kriminalität untergraben werden." Wichtige Probleme wie Obdachlosigkeit, die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen und die Jugendkriminalität würden verschärft. In einigen Ländern werde eine Zunahme von Gewalt und Korruption verzeichnet, betonte er.

Quelle: ntv.de