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Der TagEU-Polizisten rücken in Nord-Kosovo ein

17.11.2022, 13:50 Uhr

Im Kosovo haben Polizisten wegen eines Streits um ein Gesetz für Kfz-Kennzeichen die Arbeit niedergelegt. Das früher zu Serbien gehörende, seit 2008 unabhängige Kosovo wird heute fast ausschließlich von Albanern bewohnt. Im Norden der geteilten Stadt Mitrovica und drei umliegenden Landgemeinden leben hauptsächlich ethnische Serben. Die neue Kennzeichenverordnung der Regierung in Pristina untersagt es den Serben im Norden, weiterhin die vom Nachbarland Serbien ausgestellten Kfz-Kennzeichen und Kfz-Papiere zu verwenden.

Nun rückten 135 Polizisten der EU-Mission Eulex in den hauptsächlich serbisch bewohnten Norden des Kosovos ein. Dies erklärte der Chef der Mission, der Schwede Lars-Gunnar Wigemark, am Mittwochabend gegenüber dem kosovo-serbischen Nachrichtenportal kossev.info. Die europäischen Beamten würden auch zu Fuß auf Streife gehen und die Sicherheitslücke füllen, die dadurch entstand, dass die serbischen Polizisten im Nord-Kosovo aus Protest gegen die Verordnung den Dienst quittiert hatten. "Wir können aber nicht den Job der Kosovo-Polizei übernehmen und sie ersetzen", fügte Wigemark laut dem Portal hinzu.

Quelle: ntv.de