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Der TagEU fürchtet rasches Scheitern der Brexit-Verhandlungen

30.05.2017, 19:12 Uhr
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Sie will einen Deal mit der EU - aber bitteschön keinen schlechten. Theresa May gibt sich vor den Brexit-Verhandlungen wenig kompromissbereit. (Foto: imago/PA Images)

In Großbritannien feuert die Wahlkämpferin Theresa May schon wieder gegen die EU. Kein Deal sei besser als ein schlechter Deal mit der EU, tönt es von der Insel bis nach Brüssel. Dort sitzen die Beamten und machen sich Sorgen. Manch einer befürchtet, dass die Brexit-Verhandlungen rasch scheitern könnten. Angesichts der harten Haltung der britischen Regierung sei dieses Szenario "sehr wahrscheinlich", sagte ein hoher Beamter der dpa. "Wenn nicht ein Realitätsbezug entsteht, sehe ich eine große Chance, dass das Ding kollabiert", fürchtet Elmar Brok, der für die CDU im EU-Parlament sitzt. Und dann? Müssen die EU-Bürger auf der Insel sehen, wo sie bleiben, muss die EU ihre Forderung nach 100 Milliarden Euro abschreiben. Und die Briten hätten kein Freihandelsabkommen mit dem riesigen EU-Binnenmarkt der Welt. Ob das wohl die üblichen Drohgebärden vor schwierigen Verhandlungen sind? Hoffentlich.

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